Aufsätze von Franz Sitzmann zu RKI-Empfehlungen und weiteren Hygienethemen
Von hier kann auf
- Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes direkt sowie auf
- von Franz Sitzmann kommentierte und z. B. in der Fachzeitschrift intensiv veröffentlichte Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes zurückgegriffen werden.
Seit 2000 werden alle neue Empfehlungen mit Kategorien versehen.
- Sie gewinnen damit an Praktikabilität.
- Beschreiben die wissenschaftlich abgesicherte Beweiskraft mit theoretischen Begründungen und praktischer Anwendbarkeit.
Die Einstufung berücksichtigt auch ökonomische Auswirkungen und entsprechende gesetzliche Vorgaben (Kategorie IV). Zudem wird umfangreiche internationale Literatur berücksichtigt.
Die Formulierungen der einzelnen Kategorien lauten seit 2000:
- Kategorie IA: Nachdrückliche Empfehlung für alle Krankenhäuser. Hier liegen gut konzipierte experimentielle oder epidemiologische Studien vor.
- Kategorie IB: Nachdrückliche Empfehlung für alle Krankenhäuser. Expertenempfehlungen mit Konsensus-Beschluss der Krankenhaushygiene-Kommission des RKI liegen vor, zu dieser Einstufung führten die Effektivität und gut begründete Hinweise für deren Wirksamkeit der Empfehlungen.
- Kategorie II: Empfehlung zur Einführung / Umsetzung in vielen Kliniken. Die Empfehlungen basieren teils auf hinweisende klinischen oder epidemiologischen Studien, teils auf nachvollziehbaren theoretischen Begründungen oder Studien, die in einigen, aber nicht allen Kliniken anzuwenden sind.
- Kategorie III: Keine Empfehlung oder ungelöste Fragen. Hier liegen keine ausreichenden Hinweise über die Wirksamkeit oder kein Konsens vor.
- Kategorie IV: Hier schreiben gesetzliche Bestimmungen oder Verwaltungsvorschriften die hygienischen Anforderungen, Maßnahmen oder Vorgehensweisen vor.
Im Jahr 2010 wurden diese Kategorien aktualisiert, sie lauten zukünftig in Empfehlungen des RKI:
Kategorie IA: Diese Empfehlung basiert auf gut konzipierten systematischen Reviews oder einzelnen hochwertigen randomisierten kontrollierten Studien.
Kategorie IB: Diese Empfehlung basiert auf klinischen oder hochwertigen epidemiologischen Studien und strengen, plausiblen und nachvollziehbaren theoretischen Ableitungen.
Kategorie II: Diese Empfehlung basiert auf hinweisenden Studien/Untersuchungen und strengen, plausiblen und nachvollziehbaren theoretischen Ableitungen.
Kategorie III: Maßnahmen, über deren Wirksamkeit nur unzureichende oder widersprüchliche Hinweise vorliegen, deshalb ist eine Empfehlung nicht möglich.
Kategorie IV: Anforderungen, Maßnahmen und Verfahrensweisen, die durch allgemein geltende Rechtsvorschriften zu beachten sind.
Die vom Georg Thieme Verlag Stuttgart herausgegebene Fachzeitschrift "intensiv" ist für Abonnenten über www.thieme-connect.de zu erreichen. Die von Franz Sitzmann veröffentlichten Artikel stehen den Mitarbeitern der betreuten Krankenhäuser kostenlos zur Verfügung.
Herzlichen Dank an Frau Sibylle Rettenmaier für diese Erlaubnis.
- Hygiene in der Intensivpflege - Sinnvolle und nicht sinnvolle Präventionsmaßnahmen katheterassoziierter Harnwegsinfektionen. intensiv - Fachzeitschrift für Intensivpflege und Anästhesie 2000; 8: 234-241
- Hygiene in der Intensivpflege - Sinnvolle und nicht sinnvolle Präventionsmaßnahmen von Pneumonien. intensiv - Fachzeitschrift für Intensivpflege und Anästhesie 2000;8: 186-198 [PDF]
- Hygiene in der Intensivpflege - Sinnvolle und nicht sinnvolle Präventionsmaßnahmen Verhalten bei Patienten mit MRSA. intensiv - Fachzeitschrift für Intensivpflege und Anästhesie 2001;9: 8-14 [PDF]
- Hygiene in der Intensivpflege - Händehygiene. intensiv - Fachzeitschrift für Intensivpflege und Anästhesie 2001;9: 57 - 64 [PDF]
- Die unsichtbare Macht der Mikroben - ein vergeblicher Kampf? Intensiv 2002; 10: 78-83 [PDF]
- Hygiene in der Intensivpflege - Sinnvolle und nicht sinnvolle Präventionsmaßnahmen Gefäßkatheter-assoziierter Infektionen. intensiv - Fachzeitschrift für Intensivpflege und Anästhesie 2003; 11: 7-12 [PDF]
- SARS: Menschheitsbedrohung oder Medien-Infektion? Intensiv 2003; 11: 118-126 [PDF]
- Sind Verstorbene giftig? (aus Zeitschrift: Intensiv 2005) [PDF]
- Bis zu 30 Prozent der Infektionen sind vermeidbar - Hygiene erfordert qualifiziertes Personal und umfassende Aufklärung auch der Patienten. führen & wirtschaften 27 (2010) 5: 478-481
- Die Rolle der Mundpflege bei der Prävention beatmungsassoziierter Pneumonien (zusammen mit Schulz-Stübner, S., Kniehl, E.) Krankenhaushygiene up2date (online erschienen 21.9.2010 URL: https://www.thieme-connect.de/ejournals/pdf/krankenhaushygiene-u2d/doi/10.1055/s-0030-1255774.pdf)
- Verhütung nosokomialer Infektionen - Welchen Beitrag kann Pflege leisten? intensiv - Fachzeitschrift für Intensivpflege und Anästhesie (2010) 18:4-10
- Fehlervermeidung – vom menschlichen Irren und lebensrettenden Lernen. Haben wir im Krankenhaus nichts zu melden? intensiv - Fachzeitschrift für Intensivpflege und Anästhesie 17 (2009) 6: 308-310
- Hygiene in der Intensivpflege – Infektionsprophylaktische Maßnahmen bei neonatologischen Patienten mit einem Geburtsgewicht unter 1500 g. intensiv - Fachzeitschrift für Intensivpflege und Anästhesie 16 (2008) 1: 9-17
- Hygiene in der Intensivpflege – Infektionsprophylaktische Maßnahmen postoperativer Infektionen im Operationsgebiet. intensiv - Fachzeitschrift für Intensivpflege und Anästhesie 15 (2007) 3:134-142
