Alkylbenzyldimethylammoniumchlorid

alkylbenzyligerdimethylammoniumchlorid

Das Synonym Alkylbenzyldimethylammoniumchlorid; Alkyldimethylbenzylammoniumchlorid. Desinfektionsmittel, flüssig, ätzend, N.O.S.

(kont. n-Alkylbenzyldimethylammoniumchlorid). Desinfektionsmittel, flüssig, ätzend, N.O.S. (kont. n-Alkylbenzyldimethylammoniumchlorid). Die Komplexe wurden mit Hilfe von BAC (Alkylbenzyldimethylammoniumchlorid) gewonnen.

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Bei Benzalkoniumchlorid handelt es sich um eine Mischung aus Alkylbenzyldimethylammoniumchloriden zu ABDAC, deren Alkylanteil aus C8 bis C18 Ketten zusammengesetzt ist. Das Benzalkoniumchlorid ist wirksam gegen Keime, Schimmelpilze, Hefen. Es ist in geringerem Umfang auch gegen antivirale Mittel wirksam. Benzalkoniumchlorid wird auch zur Desinfektion von Wäsche verwendet. Benzalkoniumchlorid befällt aufgrund seiner grenzflächenaktiven Wirkung die Zellmembran des Spermas und macht das Sperma unbeweglich. Sie wird daher auch für die lokale Verhütung verwendet.

Benzalkoniumchlorid wird in geringen Mengen zur Erhaltung von Nasen- und Augen-Tropfen eingesetzt. Benzinalkoniumchlorid reduziert die Festigkeit des Tränenfilmes und kann bei längerer Verwendung ein Trockenheit des Augenlichts auslösen. Sie befällt die Augenhornhaut bis in die tiefen Schichten der Zellen und kann zu erheblichen Hornhautentzündungen mit sich bringen. Benzalkoniumchlorid verursacht in Einzelfällen Allergien.

Wird eine mit Benzalkoniumchlorid konservierte Tränenflüssigkeit in das Augeninnere geträufelt und einige Zeit später mit einem anderen Medikament Tropfen ins Augeninnere abgegeben, kann dieser Aktivstoff immer rascher und gründlicher als sonst in die Hornhautschicht gelangen. Das Benzalkoniumchlorid (BAC) ist das am weitesten verbreitete und am weitesten verbreitete Schutzmittel in Augentropfen. der Einsatz von Benzalkoniumchlorid (BAC) in der Augenheilkunde. Schon geringe Mengen können zu zellulÃ??ren und geschlechtsspezifischen VerÃ?nderungen im Gewebe des Auges fÃ?hren.

Der Schaden umfasst unter anderem die chronischen entzündlichen Zustände, Fibrosen, Zellverluste und Strukturveränderungen an der Konjunktiva und der Cornea. Untersuchungen zeigen, dass Schädigungen der Linse (Katarakt), des trabekulären Netzes (Glaukom) und der Retina (Makulaloch) kausal auf Benzalkoniumchlorid zurückzuführen sind. Die europäische Regulierungsbehörde und die Deutsche Ophthalmologische Fachgesellschaft sind sich der schädlichen Auswirkungen dieses Konservierungsmittels seit geraumer Zeit bewusst.

Ein Wechsel zu konservierungsmittelfreien Tropfen in Einzeldosisbehältern (EDO) oder zu weniger zellschädigenden Konservierungsmitteln zum Schutz der Augenheilkunde wird von den zuständigen Behörden verlangt. Vor Benzalkoniumchlorid wird gewarnt, der Schaden aber durch kurzfristigen und seltenen Gebrauch verhältnismäßig gering gehalten. Eine Therapie mit Benzalkoniumchlorid-Augentropfen bei Glaukom wird wegen der geringen Erfolgschancen der Schleimhautresektion, die oft später im Krankheitsverlauf notwendig ist, nicht empfohlen.

Die morphologischen Änderungen durch konservierende Mittel in Augentropfen: Huber-van der Velde, H. Thieme, M. Eichhorn. 109, 2012, S. 1077-1081, doi:10.1007/s00347-012-2639-3 E. M. Messmer: Haltbarmachung in der augenheilkunde. 109, 2012, S. 1064-1070, doi:10.1007/s00347-012-2638-4. Ärztliche Untersuchung der Deutschen Ophthalmologischen Fachgesellschaft (DOG): Achtung bei Augentropfen: Konservierungsstoffe können zu trockenem Augeninnendruck und zu trockenem Augeninnendruck in der Praxis mitführen. Konservierungsstoffe aus der Perspektive der Glaukom-Operation.

109, 2012, S. 1073-1076, doi:10.1007/s00347-012-2642-8. 11 abbcde Eintragung von Alkylbenzyldimethylammoniumchlorid in die Stoffdatenbank GESTIS der IFA, abrufbar am 09. Februar 2017 (JavaScript erforderlich).

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