Desinfektion Instrumente

Instrumente zur Desinfektion

Richtige Wiederaufbereitung von Instrumenten und Utensilien (Desinfektion, Sterilisation) unter Berücksichtigung des Hinweise zur Reinigung, Desinfektion und Sterilisation von Medizinprodukten. Geräte Die Instrumente spielen eine große Bedeutung im Alltag. Aber auch für sie trägt die sachgemäße Desinfektion dazu bei, das Infektionsrisiko zu verringern und den Benutzer und Patient langfristig zu schonen. Medizinproduktehersteller sind daher zur Information über die Wiederaufbereitung angehalten. Gemäß den rechtlichen Anforderungen an den Kranken- und Anwenderschutz und der Verpflichtung, eine gleich bleibend gute Umsetzungsqualität der Einzelaufgaben im Sinne eines geprüften Gesundheitsmanagements zu sichern, wird empfohlen, die folgenden Arbeitsschritte für die ordnungsgemäße Wiederaufbereitung von medizinischen Geräten zu beachten:

Der Medizinproduktehersteller ist bei der Neuaufbereitung von Produkten dazu angehalten, Informationen über geeignete Wiederaufbereitungsverfahren zur Verfügung zu stellen. Um die Verwendung von direkten Produktbezeichnungen zu umgehen, werden oft Rezepturen wie "Zubereitung mit Alkalien mit Tensidzusatz" verwendet. Bei der manuellen Säuberung und Desinfektion sind geprüfte und genormte Standardverfahren zu verwenden, da die handwerkliche Verwertung von medizinischen Geräten nicht zu einem schlechteren Resultat als mechanische Verfahrensweisen geführt werden darf.

Bei der maschinellen Verarbeitung sind validierte Prozesse zu verwenden, für die entweder thermo- oder chemotherme Prozesse zur Auswahl stehen. Für die Verarbeitung von maschinell hergestellten Produkten ist eine Validierung erforderlich. In der Reinigungs- und Desinfektionsautomatik (RDG) findet die Wärmebehandlung bei >90° statt. Der Desinfektionseffekt wird durch die Erwärmung in Funktion der Einwirkungszeit beeinflusst. Abhängig vom Anwendungsprogramm und der RDG werden Waschmittel, Neutralisatoren und Klarspülmittel verwendet. Medizinische Geräte, die aufgrund ihrer Materialeigenschaften temperatursensibel sind, werden chemotherm, d.h. in der Regel bei einem Temperaturbereich zwischen 50°C und 60°C, mit einem Reinigungs- und Zusatzdesinfektionsmittel hergestellt.

Die Wiederaufbereitung von medizinischen Geräten muss prinzipiell nach den Vorgaben des Herstellers durchgeführt werden. Denn nur so kann sichergestellt werden, dass die Instrumente mit den entsprechenden Aktivstoffen verarbeitet werden. Bei der Verwendung von Instrumenten- und Oberflächendesinfektionsmitteln in der alltäglichen Anwendung ist die Wahl der desinfizierenden Aktivstoffe von entscheidender Wichtigkeit. Zusätzlich zur verschiedenen Materialeignung und dem verschiedenen Wirkungsspektrum muss sichergestellt sein, dass die aktiven Inhaltsstoffe der verwendeten Präparate untereinander kompatibel sind, um unerwünschte Wirkungen zu vermeiden.

Von besonderer Bedeutung ist die gemeinschaftliche Verwendung von aldehyd- und aminhaltig wirkenden Delikatessen. Beide Wirkungsgruppen wirken aufeinander ein und verursachen irreversible bräunliche Farbveränderungen. Das ist besonders wichtig beim Austausch von Deinfektionsmitteln. Wir empfehlen, bei einer Gruppe von Wirkstoffen zu verweilen oder sicherzustellen, dass alle Reste vor der Verwendung des neuen Produktes zuverlässig abgelassen werden.

Seltener bekannt ist das Problem der Unverträglichkeiten zwischen den beiden Wirkungsgruppen bei der Verwendung von Oberflächen- und Instrumentendesinfektionsmitteln auf verschiedenen Wirkstoffbasen. Farbveränderungen können auch hier auftreten, wenn z.B. die Arbeitsplatten mit einem aldehydhältigen Oberflächendesinfektionsmittel entkeimt wurden und Tröpfchen der aminhältigen Instrumentendesinfektionslösung bei der Instrumentenherstellung auf diese Oberflächen treffen.

Welche Erzeugnisse im Arbeitsalltag sicher Seite an Seite verwendet werden können und welche Zubereitungen nicht aufeinander abgestimmt sind, können Sie hier auf einen Klick nachlesen. Welche Lebensdauer haben Instrumentendesinfektionsmittel? Sie ist produktabhängig und kann beim Desinfektionsmittelhersteller erfragt werden. Eine Verlängerung der Lebensdauer ist nur möglich, wenn der Produzent durch Sachverständigengutachten belegen kann, dass die Wirkung auch bei einer erkennbaren Blutentnahme über einen größeren Zeitbereich erreicht wird.

Welche Besonderheiten sind beim Austausch des Instrumentendesinfektionsmittels zu berücksichtigen? Bei längerem Umgang mit Instrumentendesinfektionsmitteln können Reste der aktiven Substanzen auf den Geräten und Zubereitungsutensilien (Instrumentenschalen) zurückbleiben oder auf weichem Untergrund (z.B. flexiblen Endoskopen) in die Stoffe eindringen. Werden die Verarbeitungsmittel gewechselt, müssen diese Reste vor der Verwendung des neuen Produktes beseitigt werden, damit keine chemische Unverträglichkeitsreaktion auftritt.

Folgende Vorgehensweise wird empfohlen: Instrumente und Instrumentenschalen einschließlich Vorbereitungsutensilien mit Brauchwasser und einem Reinigungsmittel wie Helizyme aufbereiten. Schritt 2 und 3 werden besonders empfohlen, wenn das neue Instrumentendesinfektionsmittel auf anderen Aktivstoffen als dem vorherigen aufbaut. Beim Umstieg von aldehydhältigen auf amminhaltige Präparate und zurück können die aktiven Inhaltsstoffe untereinander reaktionsfähig sein und zu rötlichbraunen Farbveränderungen anregen.

Wenn neben der Handdesinfektion auch eine mechanische Wiederaufbereitung im Reinigungs- und Desinfektionsautomaten für Endoskope geplant ist, muss die Verträglichkeit aller Wiederaufbereitungsmittel (sowohl mechanisch als auch manuell) gewährleistet sein.

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