Desinfektionsmittel für haut

Hautdesinfektionsmittel für die Haut

Wäschewaschen ist nicht genug Weil sie während des gesamten Berufslebens erfolgen muss, ist nicht nur die Effektivität, sondern auch die Tolerierbarkeit ein bedeutender, aber oft unterschätzter Teil. Auch für den Infektionsschutz ist eine funktionierende und unversehrte Haut der Arbeitnehmer von Bedeutung, denn eine beschädigte Haut ist weniger leicht zu entkeimen, wird besser von Bakterien befallen und wird zum Vorratsbehälter für Krankheitserreger.

Die Schutzwirkung gegen Allergene wird reduziert, das Sensibilisierungsrisiko steigt - und damit die Einhaltung der Handdesinfektion. In der BGW (Berufsgenossenschaft für Gesundheitdienst und Wohlfahrtspflege) sind mehr als die Haelfte der gemeldeten berufsbedingten Erkrankungen Hautkrankheiten. Daher sind zum Beispiel Schutz, Pflege und die mechanischen Schutzmaßnahmen ebenso bedeutsam und hygienisch relevant wie das Desinfizieren und Händewaschen.

Dies verbessert die Entfernung von Schmutz, stört aber auch die Strukturen des Schichthornes. Fette und andere Stoffe werden aus der Haut entfernt, ausgespült und gehen dabei unter. Diese ist als entfettende Wirkung sofort auffällig. Weil die Haut diese für den Erhalt der Barriere notwendigen Stoffe nur mit Verzögerung ersetzt werden können, ist das Handwäsche daher nicht als übliche Infektionsschutzmaßnahme in Frage kommt.

Während des Waschens wird auch in den obersten Lagen des Schichthornes aufbereitet. Die Überwässerung wird vor allem bei der trockenen Haut oft als wohltuend wahrgenommen, ist aber nicht dauerhaft, da das in der geschädigten Barriere enthaltene Feuchtigkeit verdunstet. So lange die Überwässerung anhält (ca. 8-10 Minuten), ist auch die Wirksamkeit von Handdesinfektionsmitteln begrenzt, da sie in der Haut verwässert ist.

In fast allen in Deutschland verwendeten Handdesinfektionsmitteln stellen die Moleküle Ethanol, Propanol (1-Propanol) und Iso-Proppanol (2-Propanol) die effektive Basis dar, entweder als Monosubstanz oder als Gemisch. Der Haupteffekt der Alkoholpräparate auf die Haut liegt in einer Beeinträchtigung der Strukturen des Schichthornes, vor allem der dort befindlichen Fettschichten. Anders als beim Waschen werden die Fette jedoch nicht ausgespült, sondern mit der heute gebräuchlichen Einreibungsmethode wieder in die Haut eingerieben.

Es wird daher nicht fettfrei gemacht, was ein wesentlicher Faktor für die höhere Toleranz der Handdesinfektion im Gegensatz zum Händewaschen ist. Die Reizwirkung der zur Handdesinfektion verwendeten Spirituosen ist niedrig und mit der von Trinkwasser zu vergleichen. Dennoch werden Handdesinfektionsmittel oft als hautschädigender empfunden, da Alkohol ein Brennen auf beschädigter Haut erzeugt.

Das ist nicht der einzige Grund, warum die Hautsympathie reiner Moleküle die von gebrauchsfertigen Händedesinfektionsmitteln übersteigen kann. Es konnte kein weiterer Vorteil dieser Substanzen zur Infektionsvorbeugung nachgewiesen werden, aber ein weiteres Reizpotenzial ist nicht ausgeschlossen. Flüssigdichte Handschuhe bilden eine technische Sperre gegen Schmutz und Krankheitserreger, sind aber auch eine Wasserdampfsperre - unter dem Handschuh entsteht eine Feuchtigkeitskammer.

Diese Verschlusswirkung kann an sich schon eine langfristige (Mit-)Ursache für die Entwicklung von Handekzemen sein. Darüber hinaus erhöht sich das Risiko des Eintritts von Fremdkörpern (z.B. Handschuhbestandteile) in die Haut, was Hautreizungen und Allergie erkrankungen fördert. Es gibt die Möglichkeit, die Belastungen durch Schutzhandschuhe zu reduzieren, unter anderem durch den Verzicht auf übermäßig lange Handschuhabnutzung und durch die Benutzung von Unterhandschuhen aus saugfähigem Stoff, z.B. Batt.

Der Schutz und die Pflege der Haut sollen die Reizungen der Haut verringern und minimale Schäden reparieren, vor allem durch den Ersatz verlorener Fette und die Stabilisierung des Hornhautfells. Es gibt eine Vielzahl von Produkten für den Schutz und die Pflege der Haut. Hautschutzmittel sollten vor Beginn der Arbeiten angewendet und an die bei der Tätigkeit auftretenden Beanspruchungen (z.B. Handschuhe tragen) angepasst werden.

Entscheidend für die Effektivität und Beanspruchung der Haut ist nicht nur die situationsgerechte Anwendung der richtigen Methodik, sondern auch die Vermeidung besonders belastender Aktionen und Abläufe. Aber auch das umgedrehte Verfahren, zuerst gewaschen und dann desinfiziert, ist kaum vorteilhafter, zumal die Auswirkungen von Alkohol auf die hyperhydratisierte Haut geschwächt sind.

Insbesondere ist es schwierig, bei vorgeschädigten Personen auf eine Entkeimung durch Verbrennung (und falsche Irritationsannahme) zu verzichtet und nur zu warnen. In der Tat wird dadurch der Hautzustand der Haut nur noch mehr verschlimmert.

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