Desinfektionsmittel gegen Hiv

Disinfizierungsmittel gegen Hiv

AIDS, alle Desinfektionsmittel und Desinfektionsmethoden, die sich auch bei HBV bewährt haben, können eingesetzt werden. Sagrotan ist nicht als Hautdesinfektionsmittel geeignet. Ja, Desinfektionsmittel helfen gegen HIV. Dieses Desinfektionsmittel sollte jedoch zumindest "in begrenztem Umfang viruzid" sein. Dahinter verbirgt sich die Zusammensetzung und gegen welche Krankheitserreger sie wirkt.

Menschliches Immunschwäche-Virus.

Menschliches Immunschwäche-Virus. Erreger aus der Reihe der Retroviren, die das akquirierte ImmunschwächeaIDS auslösen. Es ist umhüllt und kann daher als ein weniger resistent gegen Umwelteinflüsse klassifiziert werden. In HIV-positiven Menschen ist das Erreger in nahezu allen körpereigenen Flüssigkeiten in unterschiedlichen Konzentrationen vorhanden. Die Virusübertragung ist bisher nur durch Vollblut, Sperma und Scheidensekret belegt.

Aus diesem Grund können alle im HBV bewährten Desinfektionsmittel und Desinfektionsverfahren zur Entkeimung von HIV und HIV eingesetzt werden. Bereits seit 2004 wird die Wirkung gegen HIV erkannt, wenn ein Desinfektionsverfahren in begrenztem Umfang viruzid ist.

Hygienische Aspekte bei der Therapie von Patientinnen und Patientinnen mit blutübertragenen Krankheitserregern (z.B. HIV, HBV oder HCV)

In den derzeit geltenden Richtlinien der Klinikhygiene und Infektionsvorbeugungskommission (KRINKO) ist kein eigenes Verhütungskapitel für nosokomiale Infektionskrankheiten, insbesondere HIV oder andere durch Blut übertragbare Infektionskrankheiten, enthalten, sondern bezieht sich in erster Linie auf die Beachtung der grundlegenden Hygienemaßnahmen (Standardvorkehrungen). Einerseits wissen einige Patientinnen und Patientinnen nichts über eine bereits existierende Entzündung, andererseits können sie eine solche bereits existierende Krankheit aus Furcht vor einer Abstoßung verbergen.

Aus den oben angeführten Gründen ist daher bei jeder Art der Patientenpflege immer die genaue Beachtung der üblichen Hygienemaßnahmen, auch bekannt als Grundhygiene, vonnöten. Ein separater Therapieraum ist nicht nötig, und es ist auch nicht nötig, diese Patientinnen am Ende eines Beratungstages zu behandeln." Für die Entkeimung reichen Desinfektionsmittel mit bewährter, zumindest begrenzter Viruzidwirkung (wirksam gegen umhüllte Viren) aus, wenn sie mit diesen verunreinigt sind.

Es können auch virustötende Desinfektionsmittel, d.h. Mittel, die auch gegen nicht umhüllte Erreger wirken, eingesetzt werden. Wenn die oben erwähnten Hygienestandards in der gesamten Patientenpflege durchgängig beachtet werden, gibt es einen ausreichenden Schutzgrad für andere Patientinnen und Patientinnen, ungeachtet einer erkennbaren oder unentdeckten Ansteckung des Patientinnen mit blutübertragenen Krankheitserregern wie HIV, HBV oder HCV.

Vorwort

Letztes Update der Sektionen "Rechtsgrundlage" und "Beratung und Spezialdiagnostik" vom 2. Januar 2018 Letztes Update der Sektion "Prävention im Gesundheitswesen/Hygiene" im 3. Dezember 2016 und der Labordisagnostik im 8. Juni 2015 Dieser Leitfaden löst das Informationsblatt für Mediziner über eine HIV-Infektion von 2000 und die Leitversion von 2006 ab: "Human Immunodeficiency Virus (HIV) sind Lymphophotrope Aktivitätsviren aus der Retrovirusfamilie.

Es besteht eine hohe Eintrittswahrscheinlichkeit, dass die HI-Vireninfektion zunächst eine Tierseuche war. HIV-1 wurde 1983 zum ersten Mal aus einem Patient ausgelesen. Verwandtes HIV-2 wurde 1986 von Westafrikanern als HIV-2 diagnostiziert. In den 1930er bis 1950er Jahren kann eine Ansiedlung von Infektionen in der Humanpopulation iatrogen durch die Behandlung von Tropenkrankheiten mit intravenöser Injektion stattgefunden haben.

Bereits 1959 wurde die Ã?lteste nachgewiesene HIV-1-Infektion bei einem Afrikaner festgestellt. Ende 2009 leben nach Einschätzung von UNAIDS und der WHO rund 33,3 Mio. Menschen mit HIV-Infektion oder Aid.

Rund die Hälfe der mit HIV-Infektion oder HIV-Infektion lebenden Menschen sind in der ganzen Welt weiblich. Ende 2009 starben bereits 30 Mio. Menschen an den Folgen von HIV. Vom Ausbruch der Seuche Ende der 1970er Jahre bis Ende 2010 starben in Deutschland rund 29.000 Menschen an den Folgen von HIV.

In Deutschland ist die HIV-Infektion bisher im Wesentlichen auf wenige Personengruppen mit einem besonders hohen Infektionsrisiko beschränkt. Hierbei handelte es sich um Menschen mit gleichgeschlechtlichen sexuellen Kontakten (etwa 65% der derzeit diagnostizierten Infektionskrankheiten ), Menschen aus Staaten mit einer hohen Prävalenz von HIV in der Gesamtbevölkerung (etwa 12%) und intravenöse Drogenkonsumenten (5%).

In Deutschland sind die HIV-Infektionen und AIDS-Krankheiten in der Grundgesamtheit sehr unterschiedlich verbreitet. Die Infektiosität nimmt mit der Virusbelastung in den Abschnitten zu. Ein wichtiges Übertragungsmittel ist auch die Parenterimpfung von Viren in Gestalt von kontaminiertem Blut oder verunreinigten Blutensilien, in Gestalt der üblichen Anwendung von Injektionsgeräten, z.B. durch Menschen mit intravenösem Drogenkonsum, oder durch Schneiden oder Stechen von verunreinigten Geräten, z.B. medizinisches Labor.

Bereits nach der Entbindung kann die Entzündung durch Stillzeit erfolgen. Bestimmte Antibiotika gegen HIV können in der Praxis in der Praxis in der Regel 2 bis 10 Woche nach der Entzündung erstmals nachweisbar sein. Ohne Antikörpernachweis 12 Schwangerschaftswochen nach einem Infektionsverdacht kann eine Entzündung mit großer Wahrscheinlichkeit verhindert werden. Sechs Tage bis sechs Monate, in der Zwischenzeit aber in der Grössenordnung von zwei bis drei Schwangerschaftswochen, entwickeln einige der Infektionskrankheiten ein unspezifisches akute klinische Bild einer Virusinfektion.

Wenn ein solches klinisches Bild auftritt und ein anamnestisches Ansteckungsrisiko besteht, der HIV-Antikörpertest oder der Antikörper-Antigen-(p24)-Kombinationstest jedoch positiv oder fragwürdig ist, kann der vermutete Neuinfizierungstod durch eine quantitativer HIV-PCR-Untersuchung nachgewiesen werden. Auf die akute Infektionsphase folgte in der Regel ein beschwerdefreies oder beschwerdearmes HIV-Infektionsstadium, das monatelang oder jahrelang anhalten kann.

Prospektive Studien ergaben, dass im therapiefreien Verlauf der Krankheit 10 Jahre nach der Ansteckung etwa 50% der mit schwerwiegenden Immundefiziten Erkrankten betroffen waren. Bereits in den ersten zwei Jahren nach der Ansteckung ist der Prozentsatz der an HIV erkrankten Menschen niedrig; danach werden jedes Jahr etwa 6% der Ansteckenden krank. Durch die heute verfügbaren anti-retroviralen Medikamente können die klinischen Erscheinungsformen einer schwerwiegenden Immunschwäche um viele Jahre verzögert oder vollständig unterdrückt werden.

Besonders hoch ist die Ansteckungsgefahr in den ersten Infektionswochen, bevor sich die körpereigenen Abwehrstoffe und spezifischen Schutzzellen ausbilden. Danach verringert sich die Infektionsfähigkeit in der Regel und steigt mit fortgeschrittener Immunschwäche und dem Entstehen von klinischen Symptomen wieder an. Im Prinzip korreliert die Infektionsfähigkeit mit der Virusbelastung Virusbelastung im Körper und anderen Sekreten.

Eine gelungene anti-retrovirale Behandlung, die die Virusbelastung im Blutplasma unter die Detektionsgrenze der zur Verfügung stehenden Prüfverfahren (derzeit ca. 20 Viruskopien/ml) senkt, verringert daher auch die Infektiosität signifikant. Die Infektion der Genitalschleimhäute, intermittierende Entzündungen, unzureichendes Eindringen von Einzelmedikamenten in das Genital- oder Rektumkompartiment) kann jedoch - in der Regel vorübergehend - zu einer Erhöhung der Virusbelastung im Blutsystem oder im Genital- oder Rektumkompartiment anwachsen.

Daher sollte vor allem den Patientinnen und Patienten, die nicht in einer Monogamie zusammenleben, geraten, unter erfolgreichem Therapieverlauf Vorsorgemaßnahmen zur Verhinderung der Übertragung von HIV-Infektionen (insbesondere Kondomgebrauch) und zum Schutze vor anderen Geschlechtskrankheiten zu treffen. Die Resultate von kontrollierten Eingriffsstudien, die dazu beitragen können, das Ausmass der Reduktion der HIV-Übertragungsrate in serologischen Kooperationen unter erfolgreichem Therapieeinsatz zu beziffern, sind noch nicht verfügbar.

Aufgrund von - unkontrollierten - Beobachtungsstudien wird das HIV-Übertragungsrisiko auf dem Sexualweg in serodifferenzierter Zusammenarbeit mit einer wirksam behandelten HIV-Infektion (Viruslast für mindestens 6 Monate unter der Nachweisgrenze) und ohne weitere Geschlechtskrankheiten als vergleichsweise niedrig wie bei Kondomanwendung ohne anti-retrovirale Behandlung geschätzt. Ein " Superinfekt " mit einer anderen Virusinvariante bei bereits bestehender HIV-Infektion ist prinzipiell möglich und kann unter anderem zum Erlangen von Arzneimittelresistenz und zu einem schnelleren Verlauf der Krankheit beizutragen.

Grundvoraussetzung für eine Super-Infektion ist in der Praxis, dass keiner der beiden befallenen Lebenspartner wirksam anti-retroviral erkrankt ist. Die bisher berichteten Krankheitsfälle betreffen vorwiegend Patientinnen und Patientinnen mit vergleichsweise geringer Virusbelastung vor dem Beginn der Super-Infektion. Ob eine niedrige Virusbelastung eine Superinfektion fördert oder ob nur die damit verbundene Erhöhung der Virusbelastung die Diagnose ermöglicht, ist ungeklärt.

Allerdings erscheint eine ausgeprägte Immunabwehr gegen HIV für die Prävention einer Superinfektion nicht prognosegünstig. In der Regel 2 bis 3 Woche nach der Entzündung wird bei einigen der Betroffenen ein akut mononukleoseähnliches klinisches Bild mit hohem Erkrankungsrisiko, akuten Lymphknotenschwellungen, diskreten Rumpfexanthem, teilweise Diarrhöe und schmerzhafter Verschluckbeschwerden festgestellt.

Oft ist das scharfe klinische Bild, das meist auf 1 bis 2 Schwangerschaftswochen begrenzt ist, so gering, dass es nicht zu einem Besuch beim Arzt führt, oder es wird bei den differentialdiagnostischen Betrachtungen übersehen, an eine aktive HI-Vireninfektion zu glauben. Die Detektion von HIV-spezifischen Antikörpern kann der einzigste Indikator für eine vorhandene Ansteckung mit HIV nach der Phasenphase der Akutinfektion sein.

Die symptomlose Phase der HIV-Infektion kann monatelang bis jahrelang andauern. Zu diesem Zeitpunkt können träge Lymphknotenschwellungen in mehreren Bereichen entstehen und über mehrere Stunden andauern. Die Symptome einer dauerhaften HIV-Infektion äußern sich in der Regel als unbestimmte Erkrankungen des Allgemeinzustandes, als Veränderung der Hautsituation und der Schleimhäute sowie als Magen-Darm-Beschwerden. Alle Patientinnen und Patientinnen haben starke und unumkehrbare Erkrankungen der Zellimmunabwehr gemein.

Dies ist in der Regel keine Opportunismusinfektion, da der Befund von Mykobakterium Tuberculose bei immunokompetenten Individuen das Vorliegen einer aktiven Hypotuberkulose nachweist. Grundlage für die Diagnose einer HI-Virusinfektion ist der spezifische Antikörpernachweis in Verbindung mit dem Nachweisen von viralem Antigen oder virusbedingten Nukleinsäuren (zweistufige Diagnose mit Such- und Bestätigungstest) (Stellungnahme der Gemeinsamen Diagnosekommission des DVV und der GfV 2015: Bundesministerium für Gesundheit 2015 - 58:877-886; DOI in der Fassung von DOI in der Fassung von DOI in der Fassung von DOI 100. 1007/s00103- 015-2174 -x: pdf).

Mit einer zweistufigen Diagnose, die ausschließlich auf dem Hinweis auf HIV-Antikörper (ELISA der dritten Generation) im Suchtest basiert, wird daher weiterhin ein 12-wöchiges Zeitfenster zur zuverlässigen Diagnose oder zum Ausschluss einer HIV-Infektion etabliert. Bei Einsatz moderner Suchtests der vierten Generation, die sowohl HIV-Antigene als auch Antikörper aufspüren, ist ein zuverlässiger nachweisbar.

So kann 6 Woche nach einer möglichen negativen Ergebnisauswirkung im HIV-Antikörper/Antigen-Suchtest der vierten Genration eine Ansteckung mit großer Wahrscheinlichkeit verhindert werden (keine bestimmten Antikoerper oder p24-Antigene nachweisbar). In der ersten Stufe der zweistufigen Diagnostik wird mit einem hochempfindlichen Testverfahren, z.B. einem ELISA oder einem Vergleichstest, überprüft, ob gegen Virusantigene und/oder Virus-p24-Antigene gerichtete Abwehrkräfte vorhanden sind.

Für die Konfirmation eines realen ELISA durch den Immunkomplex ist nicht nur der Detektion eines einzelnen Virusproteins notwendig, sondern immer ein bestimmtes Abwehrsystem. Dieses kann zur Diagnostik einer HI-Virusinfektion verwendet werden. Wenn sich eine Entzündung nicht feststellen lässt, muss der Test aus einer zweiten Blutentnahme nach 1-3 Schwangerschaftswochen für eine endgültige Diagnosestellung erneut durchgeführt werden.

Bei einer neueren Entzündung würde ein nicht vollständig gebildetes Bandmuster im Immunblot auf ein eindeutig definiertes Bandmuster und damit eine abgeschlossene Serokonvertierung eine bis mehrere Woche später bei erneuter Prüfung hinweisen. Als Alternative zur Immunoblot-Bestätigung kann ein reaktiver Screening-Test auch durch den Detektion von viralen Nucleinsäuren in einem NAT, z.B. Polymerase-Kettenreaktion (PCR), bestätigt werden, sofern die gemessene Virusbelastung mind. 1000 Kopien/ml beträgt. In diesem Fall wird die Virusbelastung durch den Detektionsnachweis bestimmt.

Besteht Grund zur Annahme einer neu erworbenen HIV-Infektion mit einem negativen oder unklaren Resultat im ELISA der vierten Genration, aber mit einem positiven NATIONsergebnis ( "NAT") (in der Praxis > 10.000 Kopien/ml), sollte das in einer zweiten Blutprobe bestätigte Positiv-NATIONsergebnis vor der Durchführung der anti-retroviralen Behandlung durchlaufen werden. Typspezifische Immunkörper werden in der Praxis zur Unterscheidung zwischen HIV-1 und HIV-2 verwendet.

Deshalb sollte bei geringer oder nicht feststellbarer Virusbelastung in reaktiven Suchtests auch die Wahrscheinlichkeit einer HIV-2-Infektion oder das Vorhandensein von seltenen viralen Varianten berücksichtigt werden. Die HIV-2-Infektion macht jedoch nur etwa 0,5% aller neuen Diagnosen in Deutschland aus. Dabei sind neben der Zahl oder dem Verhältnis von CD4-Helferzellen in den so genannten Tellern der Hepatitis B auch die Virusbelastung im Blutsystem (Viruskopien/ml Plasma) und das Ausmass der Aktivierung des Abwehrsystems wesentliche Prognosemarker für den Krankheitsverlauf und die Therapieerfolgs.

Das Bestimmen von Medikamentenwerten in Plasmastudien oder Resistenztests kann angezeigt sein, um eine unzureichende Reaktion auf eine Behandlung oder ein Therapieversagen zu verdeutlichen. Die Vermarktung von In-vitro-Diagnostika in Deutschland wird durch das am 1. Januar 2002 in Kraft getretene Medizinprodukterecht reguliert. In Deutschland ist die Abschöpfung an Laie (bisher) rechtswidrig. Für die Behandlung der HIV-Infektion stehen eine Vielzahl von Wirkstoffen zur Auswahl, die sich in fünf Stoffgruppen gliedern lassen.

Es ist das Bestreben der anti-retroviralen Behandlung, die Entwicklung einer krankheitsrelevanten Immunschwäche und die daraus resultierenden Folgekomplikationen zu unterdrücken. Zur Eindämmung des Fortschreitens der Immunschwäche und des Ausbruchs von HIV muss die Proliferation von HIV durch anti-retrovirale Therapien eindämmen. Die Patientinnen und Patientinnen sollten darauf hingewiesen werden, dass ein Mangel an individueller Therapieindikation nicht gleichbedeutend ist mit einem Mangel an Infektivität - im Gegensatz dazu ist die Infektivität hoch, wenn die Virusbelastung hoch ist.

Deshalb ist es das Bestreben von Anfang an, eine komplette Verhinderung der Virusreplikation zu erzielen. Dies ist bei den zur Verfügung stehenden Arzneimitteln bisher nur mit einer Mischung aus mehreren, meist drei Substanzen möglich. Daher ist bei der antiretroviralen Behandlung ein außergewöhnlich hoher Grad an Compliance erforderlich, der nur in engem Zusammenspiel von Ärztin und Ärztin erreichbar ist.

Hervorzuheben ist in diesem Kontext die spezielle Bedeutung der ersten Behandlung, die eine intensive, psychologische Aufbereitung erfordert. Der Einsatz der anti-retroviralen Behandlung, vor allem die Umwandlung von Behandlungen aufgrund von Begleiterscheinungen, Ineffektivität, Interaktionen mit anderen Arzneimitteln, Arzneipflanzen oder Arzneimitteln, erfordert ein stets aktualisiertes Fachwissen und sollte daher nur von entsprechend qualifizierten Fachärzten vorgenommen werden.

Aufgrund des schnellen Erkenntnisfortschritts wird auf die unter Federführung der DAVG entwickelten, ständig überarbeiteten Richtlinien für die antiretrovirale Behandlung von HIV-Infektionen in Bezug auf die Behandlungseinleitung und die Auswahl der am besten geeigneten Kombinationsmethoden hingewiesen. Es herrscht Einigkeit darüber, dass es einen klaren Hinweis auf die Behandlung von Menschen mit schwerwiegenden HIV-bezogenen Symptomen und Zuständen gibt.

Es gibt auch Einvernehmen darüber, dass die Therapie begonnen werden sollte, bevor schwerwiegende komplikationsbedingte Ereignisse, wie z.B. opportunistische Entzündungen, auftauchen. Überwachte Untersuchungen belegen auch, dass eine gelungene anti-retrovirale Therapie zu einer Reduktion der HIV-induzierten Immunsystem-Aktivierung und den daraus folgenden gesundheitsschädlichen Folgen beiträgt. Die Therapie wird zurzeit für symptomfreie Patientinnen und Patienten ohne T-Hilfe mit einer T-Hilfe-Zellzahl von weniger als 350 Zellen/µl angeboten.

Im Falle von älteren (> 50 Jahre) und chronischen Co-Infektionen (HBV, HCV) sollte die Behandlung früher beginnen (ab 500 Zellen/µl). Die Tatsache, dass die alltägliche Medikamenteneinnahme zu einer physischen und psychologischen Last werden kann, vor allem wenn sie zu einem verstärkten Krankheitsempfinden bei symptomfreien Patientinnen und Patienten und zu einer Verringerung der Patientenlebensqualität, z.B. durch Nebenwirkungen, führt, spricht gegen einen frühzeitigen Beginn der Behandlung.

Akut auftretende Begleiterscheinungen, meist Magen-Darm-Beschwerden, kommen zu Therapiebeginn häufiger vor, sind aber meist zeitweise. Langfristige Begleiterscheinungen, die den Stoffwechsel, die Verteilung des Fettgewebes, den Kohlenhydrathaushalt, die Funktionen von Haut und Gefässen, die Funktionen der Niere und des zentralen Nervensystems sowie die Funktionen der Niere und des zentralen Nervensystems beeinflussen können, sind bei einem großen Teil der nach Monaten oder Jahren der Behandlung betreuten Patienten in unterschiedlicher Ausprägung und Schwere vorhanden und teilweise nur leicht umkehrbar.

Die Tatsache, dass die anti-retrovirale Behandlung nicht nur der steigenden Immundefizienz entgegenwirkt, sondern auch die gleichzeitig beobachtete Aktivierung des Immunsystems mildert, spricht für einen frühzeitigen Beginn der Behandlung. Derzeit ist die anti-retrovirale Behandlung eine permanente Behandlung, die nicht zu einer Behandlung fÃ?hrt, da eine Virusbeseitigung nicht möglich ist und noch keine Behandlungsverfahren (z.B. zur therapeutischen Abwehrstimulation, Gentherapie) in der Entwicklung sind, die es dem Königlichen erlauben, die Entgiftung dauerhaft zu vermindern.

Zusätzlich zur direkten HIV-Therapie gibt es die Möglichkeit, die meisten Gelegenheitsinfektionen, Tumore und andere HIV-bedingte Begleitkrankheiten zu unterdrücken. Die in Tab. 2 aufgelisteten Behandlungen haben sich bei der Bekämpfung der wichtigsten Gelegenheitsinfektionen als wirksam erwiesen. a) Carinii-PneumonieCotrimoxazol, Dapson + Pyrimethamin + Leucovorin, ToxoplasmoseCotrimoxazol, Dapson + Pyrimethamin + Leucovorin, Wenn die anti-retrovirale Therapiestrategie die Ausprägung eines fortschreitenden Immundefekts nicht verhindern konnte, sollten folgende Maßnahmen ergriffen werden, um Pyjpha, Giftplasmose und u zu vermeiden.

Die Behandlung atypischer Mykobakterienerkrankungen kann auch mit primären Prophylaxemitteln erfolgen (z.B. Trimethoprim/Sulfamethoxazol gegen PjP und Toxoplasmose, Ringbutin, Clarithromycin oder Azithromycin gegen untypische Mycobakterien). Mit der Einleitung einer effektiven anti-retroviralen Behandlung kann das Rezidivrisiko signifikant reduziert werden, so dass eine sekundäre Prophylaxe oft nur für einen begrenzten Zeitraum notwendig ist.

Ohne kurative Maßnahmen und einen Impfstoff zum Schutz vor Infektionen ist die Prävention von neuen Infektionen die effektivste Massnahme zur Einschränkung der Epidemie. Bereits mit HIV angesteckte Menschen müssen auch darüber aufgeklärt werden, wie sie sich benehmen müssen, um die Übertragung der Krankheit zu vermeiden und dieses Wissen problemorientiert einzusetzen. Die traditionellen Instrumente des Seuchenrechts (Identifizierung von Infektionskranken, Verhaltensvorschriften nur für Infektionskranke, Quarantäne-Maßnahmen, Behandlung) sind aus unterschiedlichen Gesichtspunkten nur sehr eingeschränkt einsetzbar und effektiv.

Ursachen dafür sind zum Beispiel die lange Brutzeit zwischen Ansteckung und Klinikmanifestation, die mögliche Ansteckung durch asymptomatische Ansteckung und die große Wichtigkeit neu Ansteckender bei der Ansteckung, da die Ansteckung in den ersten Schwangerschaftswochen besonders hoch ist. Um die Verbreitung von HIV sexuell und unter injizierenden Drogenkonsumenten zu verhindern, müssen sowohl angesteckte als auch nicht angesteckte oder nicht getestete Menschen Schutzmassnahmen treffen und das Verhalten der Risiken verringern.

Weil in Deutschland, wie in den meisten anderen Industrieländern, die Infektionsgefahren sehr ungleichmäßig auf die Bevölkerungen aufgeteilt sind, ist es erforderlich, besonders anfällige Bevölkerungsgruppen durch geeignete zielgruppenspezifische und nicht nur auf die Gesamtbevölkerung ausgerichtete Bildungs- und Präventivmaßnahmen zu ereichen. Bei der medikamentösen Behandlung sollte der Betroffene über die Einsatzmöglichkeiten und begleitenden Aspekte (Compliance, Risiko der Resistenzbildung, Effektivität und Nebenwirkungen) detailliert informiert und mit einer langfristigen Unterstützung einhergehen.

Um das Risiko für andere zu verringern, sollten die Betroffenen, vor allem vor chirurgischen Verfahren wie der Zahnheilkunde, ermutigt werden, das sie betreuende Pflegepersonal über ihre HIV-Infektion zu informieren. Die routinemäßigen hygienischen Maßnahmen wie die Entkeimung patientennaher Oberflächen und die ordnungsgemäße Wiederaufbereitung der eingesetzten medizinischen Geräte sind nach der Therapie eines HIV-infizierten Menschen ausreichend.

Ein separater Therapieraum ist weder nötig, noch ist es nötig, diese Patientinnen und Patienten am Ende eines Beratungstages zu behandel. Schwangere sollten darüber informiert werden, dass die Krankheit während der Trächtigkeit prä- oder postnatal auf das Baby übertragbar ist und welche Massnahmen ergriffen werden können, um dieses Restrisiko zu minimieren (siehe Richtlinien für die Schwangerschaftstherapie).

Liegt eine HIV-Infektion vor, müssen regelmäßig Vorsorgeuntersuchungen durchgeführt werden. Zu diesen Studien sollte auch die Anzahl der T-Helferzellen, die virale Belastung und die Aktivitätsmarker des Abwehrsystems bestimmt werden. Eine HIV-Infektion hat weit reichende Folgen für das Geschlechtsleben. Durch den richtigen Gebrauch von Präservativen und eine wirksame anti-retrovirale Behandlung kann das Infektionsrisiko minimiert werden. Nach Einholung der Zustimmung des Betroffenen sollten vorhandene Problemstellungen und Lösungsansätze mit dem Patientenpartner besprochen werden.

Im Rahmen der HIV-Anfangsdiagnose sollte auch die Ansteckung oder der Serostatus von Lungenentzündung, HAV, HBV, HCV und Syphilis beurteilt werden. Im Gegensatz zu HIV-negativen Menschen haben HIV-infizierte Menschen ein signifikant höheres Infektionsrisiko für die Entwicklung einer wirksamen Hypotuberkulose (TB) in naher Zukunft nach einer Ansteckung mit M. tuberculosis. Als besonders risikobehaftet gelten Ansprechpartner von Patientinnen und Patientinnen mit einer offenen Krankheit, Menschen mit ungenügend behandelter ehemaliger Krankheit, immungeschwächte und immungeschwächte Menschen, Abhängige von Drogen und Obdachlosen sowie Zuwanderer aus Hochinzidenzländern der Erkrankung.

Für die Klärung einer Tuberkuloseinfektion werden der Tuberkulin-Hauttest (THT) und in jüngster Zeit die spezielleren Interferon-Gamma-Freisetzungstests (IGRAs) eingesetzt. Bei HIV-infizierten Individuen können beide Testverfahren eine niedrigere Empfindlichkeit und Besonderheit aufweisen als bei HIV-negativen Individuen, vor allem bei einer niedrigen CD4-Zellzahl (Anergie). Eine negative Testergebnissen schliesst daher eine Tuberkulose nicht aus.

Ist das Untersuchungsergebnis positiv, sollte nach Ausschluß der Aktivorgantuberkulose eine vorbeugende Arzneimitteltherapie (in der Regelfall mit Isoazid (INH)) durchgeführt werden. Die Erhöhung der CD4-Zellzahl nach Beginn der anti-retroviralen Behandlung kann zu einer übermäßigen Immunabwehr und damit zu einer klinisch bedingten Verschlimmerung der Tuberkulose bei gleichzeitigem TB-Syndrom im Sinn eines Immunrekonstitutions- Entzündungssyndroms (IRIS) führen.

Seitdem seit etwa 2000 in Deutschland bei HIV-infizierten Menschen, die Geschlechtsverkehr mit Menschen (MSM) haben, ein Anstieg der geschlechtsspezifisch erworbenen Leberentzündung C festgestellt wurde, ist eine alljährliche HCV-Überwachung nicht nur bei intravenösen Drogenkonsumenten sondern auch bei MSM angezeigt. Die Diagnostik einer HIV-Infektion kann zu weiteren schwerwiegenden psychosozialen Problemen führen.

Bevor in langfristigen Kooperationen auf die Anwendung von Präservativen verzichtet wird, sollte der HIV-Status ggf. geklärt werden, oder in serodifferenzierten Kooperationen sollte die Effektivität der anti-retroviralen Behandlung durch kontinuierliche Überwachung der Virusbelastung erprobt werden. Das Restrisiko der HIV-Übertragung in einer HIV-serodifferenzierten Beziehung, auch wenn keine nachweisbare Virusbelastung vorliegt, sollte beiden Seiten mitgeteilt werden; die Entscheidungsfindung zur Vermeidung von Präservativen sollte durch den HIV-negativen Teilhaber erfolgen.

Die Beseitigung von Barrieren für den Zugang zu Sterilspritzen und -kanülen und die Etablierung von Austauschprogrammen für niedrigschwellige Injektionsspritzen haben die gemeinsame Nutzung von Injektionsspritzen als HIV-Übertragungsrisiko unter IDUs in Deutschland erheblich verringert. Hierzu gehören die anti-retrovirale Behandlung während der Trächtigkeit, die anti-retrovirale Vorbeugung beim Säugling und der Stillverzicht.

Ist die Virusbelastung vor der Entbindung noch erkennbar, sollte ein Schnitt durch den Schnurrbart gesucht werden. In Deutschland ist das HIV-Infektionsrisiko durch eine Bluttransfusion inzwischen auf weniger als 1 von 3 Mio. Übertragungen gesunken und damit vernachlässigbar. Seit 1985 müssen neben der Prüfung auf Hepatitis-C- und -B-Virus-Infektionen und Syphilis auch alle Spender auf das Vorhandensein von Antibiotika gegen HIV getestet werden.

Trotzdem können prinzipiell alle HIV-Tests in der sehr frühen Infektionsphase noch positiv ("Fensterphase") sein, aber eine dann getätigte Blutabnahme kann bereits anteckend sein. Deshalb werden die Spenderinnen und Spender weiter nach potenziellen Risikofaktoren für den Erhalt einer HI-Vireninfektion gefragt und, falls vorhanden, von der Blutentnahme ausgenommen. Daher sollte die Blutentnahme nicht dazu verwendet werden, ein neuzeitliches potenzielles Ansteckungsrisiko durch den HIV-Test zu verifizieren, der regelmäßig während der Entnahme durchgeführt wird, da dies eine Gefahr für von Bluttransfusionen abhängige Patientinnen und Patientinnen darstellen kann.

Für die Therapie von HIV-infizierten und AIDS-infizierten Menschen sowie für die Therapie aller anderen Patientinnen und Patientinnen sind die geltenden Hygienevorschriften zu befolgen. Weil der Infektionszustand der Patienten nicht bekannt ist, müssen bei allen Patientinnen und Patienten grundlegende Hygienemaßnahmen getroffen werden. Sämtliche scharfkantigen oder zugespitzten Gegenstände, die mit Wasser oder Körperflüssigkeiten verunreinigt sein können, müssen ohne Gefährdung Dritter entsorgt werden.

Entsprechende Informationen finden sich z.B. in der Empfehlung der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsvorbeugung "Infektionsprävention im Zusammenhang mit der Versorgung und Therapie von Patientinnen und Patientinnen mit Infektionskrankheiten (PDF, 1 MB, Datei ist nicht barrierefrei)" und in der "Umsetzungshilfe für die Beseitigung von Abfall aus Gesundheitseinrichtungen (Stand: Jänner 2015) (PDF, 419 KB, Datei ist nicht barrierefrei)".

Die durchschnittliche Übertragungsrate der HIV-Infektion durch Hautverletzungen (mit bestätigtem Positivindexfall) beträgt 1:300. Die Wirksamkeit der sofortigen Verabreichung antiretroviraler Medikamente nach beruflicher HIV-Exposition zur Infektionsprävention wird durch eine Fall-Kontroll-Studie ausreichend untermauert. Der Indikationsbereich für PEP beschränkt sich nicht nur auf die berufsbedingte Belastung, sondern kann auch auf die sexuelle Belastung (ungeschützter vaginaler oder analer Geschlechtsverkehr mit einem HIV-positiven Körper ohne wirksame antiretrovirale Behandlung oder wahrscheinlich HIV-positiven Körper) oder den Spritzenaustausch folgen.

Liegt ein Hinweis auf die Einleitung von PEP vor, sollte die geeignete Wirkstoffkombination nach den oben aufgeführten Richtlinien über einen Zeitrahmen von in der Regel 4 Schwangerschaftswochen eingenommen werden. Folgeuntersuchungen des Geschädigten sollten nach 6 Schwangerschaftswochen und nach 6 Monate nach Beendigung der Vorbeugung oder nach Belastung durchgeführt werden, wenn keine Vorbeugung stattgefunden hat. Für die Entkeimung sind Mittel mit nachweislicher Wirkung zu verwenden, mit begrenzter viruzider (wirksam gegen umhüllte Viren) oder viruzider Wirkung.

Im Verdachtsfall einer Infektions-Kette oder eines unüblichen Übertragungswegs können molekularbiologische Studien und stammesgeschichtliche Auswertungen von Virusinisolaten der Betroffenen einen Verdachtsmoment auf einen epidemiologischen Zusammenhang bestätigen oder widerlegen. Im § 8 IfSG sind die meldepflichtigen Personengruppen genannt (https://www.gesetze-im-internet.de/ifsg/__8.html). Bereits seit 1982 werden die freiwillig und anonymisierten Fallmeldungen der betreuenden Mediziner zu AIDS-Fällen und -Todesfällen in der BRD in einem gemeinsamen Fallkataster festgehalten.

Eine persönliche ärztliche Betreuung durch das Robert-Koch-Institut in Bezug auf Kliniken, Therapien oder Schutzimpfungen findet nicht statt.

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