Desinfektionsmittel Inhalt

Inhalt des Desinfektionsmittels

Die Klassifizierung und Wirksamkeit von Desinfektionsmitteln Der Nutzen von Desinfektionsmitteln wird in der Bevölkerung ebenso umstritten wie die Verordnung von antibiotischen Mitteln thematisiert, denn auch in diesem Bereich lässt sich die Bildung von Resistenzen von Keimen nachvollziehen. Welche sind Desinfektionsmittel eigentlich? Worin bestehen die Unterschiede und wie gewährleisten Desinfektionsmittel die sterilen Flächen und Händchen oder sterilen Geräte?

Wie sieht ein Desinfektionsmittel aus? Alle Desinfektionsmittel können als Substanzen beschrieben werden, die aufgrund ihrer mikrobiziden Wirkung aufgrund ihrer chem. Beschaffenheit eine mikrobizide Wirkung haben. D. h. sie aktivieren oder abtöten Keime, die Erkrankungen und/oder Entzündungen verursachen. Anders als bei der Entkeimung werden nicht alle Keime beseitigt, sondern eine gewisse Keimvielfalt verringert.

Die Desinfektionsmittel sollten die folgenden Bedingungen erfüllen: Die Desinfektionsmittel müssen eine ausreichend große Penetrationstiefe haben. Die Desinfektionsmittel sollten nur eine geringe systemische toxische Wirkung (nicht auf den Gesamtorganismus ) haben, die Kompatibilität mit Haut, Schleimhäuten und offener Wunde muss sichergestellt sein. Die Desinfektionsmittel müssen lange lagerfähig und zugleich bioabbaubar sein. Die Desinfektionsmittel vernichten gezielt die Keime, gegen die sie verwendet werden.

Sie dürfen keine aktiven Substanzen beinhalten, die das umliegende organische Produkt beschädigen oder modifizieren. Wenn während einer OP ein Desinfektionsmittel in die Wand gespritzt wird, darf es die unversehrte Schale, die freie Schale oder das darunter liegende Hautgewebe nicht angreifen. Die Desinfektionsmittel haben eine denaturierende Wirkung, d.h. sie ändern die proteinhaltigen Gebilde von Kleinstlebewesen und zersetzen sie.

Manche Desinfektionsmittel schaden zudem den Lipidschleimhäuten (z.B. der Hüllkurve der Viren) oder den Nucleinsäuren der Erreger. Desinfektionsmittel haben neben dem jeweiligen aktiven Bestandteil so genannte Hilfssubstanzen, die dafür Sorge tragen, dass der aktive Bestandteil den Wirkort erreichen kann. Desinfektionsmittel können aufgrund ihrer Wirkungsweise in die folgenden Gruppen eingeteilt werden: Jeder Effekt der Desinfektionsmittel wird durch bestimmte Wirkstoffe hervorgerufen, und es können mehrere Kombinationsmöglichkeiten genutzt werden.

Zur Denaturierung von Proteinen werden z. B. aldehyd- oder alkoholhaltige Desinfektionsmittel verwendet - unabhängig davon, ob das Material basisch oder sauer ist. Durch die Reduzierung der OberflÃ?chenspannung, bei der dem Desinfektionsmittel z.B. Phenole beigefÃ? Zum Zeitpunkt der Lues wurden zunehmend Desinfektionsmittel mit Schweretallverbindungen zur Hemmung der Fermente der Erreger verwendet.

In der letzten großen Desinfektionsgruppe befinden sich Persäure (Peroxidcarbonsäuren), die die Struktur der Nucleinsäuren verändern, im Grunde genommen fungieren sie wie ein oxidierendes Mittel. Diese Übersicht soll nur als Grundlage für das Verständnis der Unterscheidung von Desinfektionsmitteln dienen. Nur in hochdosierten Konzentrationen wirkt Phenol gegen Keime und Pilz gegen Mikroorganismen.

Alkohole werden hauptsächlich zur Oberflächendesinfektion verwendet. Diese Denaturierung von Proteinen aus Keimen, Vitaminen und Schwamm. Allerdings muss dieses Schnelldesinfektionsmittel mit etwas klarem Leitungswasser gemischt werden oder das Desinfektionsmittel muss für die gesamte Expositionszeit feucht sein. Aluminiumaldehyde wie z.B. Formaldehyd wären ein optimales Desinfektionsmittel, da es auch im Gaszustand funktioniert und daher sowohl zur Verdampfung großer Oberflächen als auch von feinkörnigen Geräten verwendet werden kann.

Im Waschmittel stellen sie die Verbindung von Öl und Trinkgeld sicher; im Desinfektionsmittel sind sie die klassischen Hilfsmittel für den Transport der aktiven Inhaltsstoffe in den zu bekämpfenden Krankheitserregern. Kationswirksame Stoffe hemmen das Wachstum in niedrigen Konzentrationen. Bei höheren Mischungsverhältnissen oder längeren Einwirkzeiten tötet sie die Keime ab. Aufgrund ihrer guten Verträglichkeit werden sie vor allem zur Hygienedesinfektion der Hände eingesetzt.

Das Desinfektionsmittel ist nicht nur für hochkonzentrierte Keime giftig und sollte daher mit Bedacht eingenommen werden. So wird es zum Beispiel bei der Desinfektion von Trinkwasser genutzt, wo sich so genannte Unterchlorite bilden. Auch diese haben eine mikrotoxische Wirkung und werden zur groben Desinfektion genutzt. Jod ist schwer löslich in Wasser und wird daher in Kombination mit Kaliumjodid als Kalium-Tinktur angewendet.

Weil Jod als Desinfektionsmittel in einigen FÃ?llen Allergien auslöst, wird es heute vor allem zur Therapie von Medizinprodukten und GerÃ?ten eingesetzt. Das freigesetzte Metallion blockiert die Eiweiße der Keime und tötet sie dadurch ab. Oxydationsmittel transferieren die Sauerstoffzufuhr zu anderen Stoffen oder Keimen, wie z. B. Virus & Cosp., die dadurch beeinflusst werden.

Das Wirkprinzip als Desinfektionsmittel ist mit dem von Halogensystemen vergleichbar: Ozon wirkt gegen alle Keime, Vitamine, Pilze und auch gegen Sporosen in einer wässrigen und feuchten Umgebung. In der Medizintechnik werden peroxidische Wirkstoffe als 30-prozentige Lösungen eingesetzt. Weil es ohne vorhergehende Einwirkung durch in der Schale zahlreiche peroxidierte Stoffe abgebaut wird, wird es im Wesentlichen durch alkoholische Desinfektionsmittel abgelöst.

Persäure wirkt in hohen Konzentrationen korrosiv und ist daher nicht für die patientennahen Entkeimung aufbereitet. Diese werden hauptsächlich zur Raum- und Oberflächendesinfektion genutzt. Obwohl Säure und Alkali die Keime vernichten, schaden sie in der Praxis meist auch dem Desinfektionsmittel. Daher werden keine starken Salzsäure- oder Natriumhydroxidlösungen als Desinfektionsmittel eingesetzt. Allerdings können durch besondere Präparate mit organischen SÃ??uren wie MilchsÃ?ure DialysegerÃ?te und MundspÃ??lungen desinfiziert oder andere Desinfektionsmittel ergÃ?nzt werden.

Was für Desinfektionsmittel gibt es? Zusätzlich zu den Wirkstoffen und Wirkweisen haben sich unterschiedliche Verfahren zur Kombination von Desinfektionsmitteln etabliert. Einerseits kann der Anwendungsbereich des Entkeimungsmittels als gruppierendes Merkmal genutzt werden, andererseits der Keim, gegen den es angewendet werden soll. Der Katalog der Anwendungsmöglichkeiten von Desinfektionsmitteln ist lang. Mit einer intakten Körperhaut sind die so genannten Residenz- und Übergangskeime kein Hindernis.

Treten sie bei chirurgischen Eingriffen in den Patientenkörper ein, können sie sich ohne vorhergehende Desinfektionsmittelbehandlung fast unbehindert verbreiten. Bei den Desinfektionsmitteln ist die Einwirkungszeit sowohl vom eingesetzten Aktivstoff als auch vom Zustand der Lederhaut abhängig. Desinfektionsmittel für den unmittelbaren Kontakt mit der Außenhaut beinhalten in der Regel Alkoholen wie Ethanol oder Propyl.

Flächendesinfektionsmittel: Die Flächendesinfektion ist integraler Teil des Desinfektionsplans und wird sowohl regelmäßig als auch bei Vorfällen von besonderer Bedeutung ausgeführt. So werden z.B. die Fußböden in den Patientenzimmern nach der Entlastung des Betroffenen regelmäßig durchdesinfiziert. Desinfektionsmittel, die Aldehyde, Chlormine, kationaktive Stoffe oder per Verbindungen enthalten, sind hierfÃ??r besonders geeignet. Instrumenten-Desinfektionsmittel: Bei der Desinfektion von Instrumenten ist es besonders darauf zu achten, dass das Desinfektionsmittel auch die kleinsten Mulden und Bohrlöcher ausfüllt.

Grundsätzlich werden auch Desinfektionsmittel mit kationaktiven Stoffen oder verschiedene Halogensorten zum Einsatz kommen. Bei der Desinfektion dürfen weder Krankheitserreger noch durch das Desinfektionsmittel verursachte Reste im Wasser zurückbleiben. Auch die Benennung der Desinfektionsmittel in der Klassifizierung nach Zielbeständen gibt Aufschluss darüber, gegen welche Krankheitserreger sie vorgehen sollen.

Im Bereich der Hygiene werden die verschiedenen Desinfektionsmittel in die folgenden Kategorien eingeteilt: Die Verwendung eines Bakterizids schädigt Keime so sehr, dass der Zelltod eintritt. Die Viruzide sind Desinfektionsmittel gegen Krankheitserreger. Meistens werden die Nucleinsäuren der Virusinfektionen unwiderruflich beschädigt, was den Virus inaktiviert oder vollständig abtötet. Pilzdesinfektionsmittel sind manchmal nur gegen bestehende Pflanzenschutzmittel (z.B. Alkohole) wirksam, haben aber keine Wirkung gegen die abgelagerten Blüten.

So ist Chlordioxid ein rasches Sportizid und wird zur Aufbereitung von Flächen, Geräten und Wasser genutzt. Zur Befreiung der Hautstelle oder der Schleimhäute von den Keimen wird das besser tolerierte Hydrogenperoxid angewendet. Leuvurozide ist ein fungizides Mittel, das auch gegen Hefepilze wirksam eingesetzt werden kann. Virostatika und Fungistatika: Verhindern die Vervielfältigung von Vitaminen und Keimen, tötet sie aber nicht.

Bei den meisten Desinfektionsmitteln handelt es sich um eine multitoxische Wirkung. Damit können sie gegen verschiedene Krankheitserregertypen verwendet werden. So erreichen z. B. PES, Natriumhypochlorid, Formaldehyd oder Ethylenoxidin effektive Resultate als Bakterizide, Sporizide, Fungizide und Viruzide. Welche Desinfektionsmittel mit der gleichen Wirkung gewählt werden, hängt vom Anwendungsbereich ab, in dem der aktive Bestandteil zum Einsatz kommen soll. Vor allem im Bereich der Gesundheits- und Desinfektionsmittel gibt es eine Reihe von Handlungsempfehlungen, Richtlinien und Verzeichnissen, die für den Schutz vor Infektionen von zentraler Wichtigkeit sind.

Unter folgendem Verweis können Sie die vom RKI geprüfte und zugelassene Auswahl an Desinfektionsmitteln und Vorgehensweisen einsehen. Die RKI unterscheidet die Wirkung von Desinfektionsmitteln nach der Zielgruppen des Bakterizids ( "B"), des Fungizids ("F"), des Sporizids ("S"), des umhüllten Virus ("bV") und des nicht umhüllten Virus ("UV")) und der Bakterienzid ("B") nach Stärke: Der VAH (Verband für angewandtes Hygiene) hat auch eine Desinfektionsmittelliste veröffentlicht, die sich vor allem mit der porphylaktischen Dedesinfektion in allen öffentlich-rechtlichen Institutionen und auch im Privathaushalt befasst.

Es enthält alle zugelassenen Desinfektionsmittel mit Angaben zum Wirkstoff, Expositionszeiten, Konzentration und allgemeinen Angaben. Alle Desinfektionsmittel auf der VAH-Liste sind keimtötend und levuroktizid. Es werden auch die fungiziden, myobakteriziden und tuberkuloziden Wirkungen, falls zutreffend, berichtet. Wenn das Desinfektionsmittel über ein aktuelles Attest der Bundesvereinigung zur Krankheitsbekämpfung verfügt, ist dies auch in der VAH-Liste vermerkt.

Das Kürzel IHO steht für das zuletzt verwendete Verbandszeug, das Sie als Desinfektionsspezialist wissen sollten. Dies sind die Virenliste (www.viruzidieliste.de) für den Gesundheitssektor und die Desinfektionsliste ( "www.desinfektionmittetelliste.de") für die Lebensmittelproduktion und -verarbeitung sowie die Viehzucht. Die beiden Verzeichnisse informieren über die Wirksamkeit von Disinfektionsmitteln nach europäischen und deutschen Standards und Verfahren.

"Bei Desinfektionsmitteln gilt nicht "Viel nützt viel ", denn unsachgemäßer Gebrauch kann zu einer Resistenzbildung der zu bekämpfenden Keime mit sich bringen. In der Hygiene- oder Desinfektionsplanung sind die Massnahmen genau aufgeführt, z.B. wann das Desinfektionsmittel eingesetzt werden darf. Ist nur mit einer keimtötenden Kontamination zu rechnen, muss kein bakterizides Mittel eingesetzt werden, dafür gibt es letztendlich das viruzide Mittel.

Schon seit einiger Zeit gilt auch das exzessive Händewaschen vor der Entkeimung als entscheidend, da die Schaumseife den natürlichen Hautschutzfilm verringert und das Desinfektionsmittel bei übermäßiger Nutzung zu Reizungen und Unannehmlichkeiten führt. Der fachgerechte Einsatz des Desinfektionsmittels auf der Außenhaut hingegen führt nicht zu dauerhaften Schäden an der Außenhaut.

In den Hygieneprogrammen der Krankenhäuser tritt nach erfolgreicher Intervention die Versorgung mit Cremes in den Mittelpunkt, um die Hautsituation weiter zu entspannen und die Regenerierung zu fördern. Bei einigen Desinfektionsmitteln entstehen geruchsbelastende und gefährliche Gasen, vor allem in Verbindung mit anderen Stoffen. Tritt ein nicht bioabbaubares Desinfektionsmittel in den Schmutzwasserkreislauf ein, kann es das Zusammenwirken von Keimen beeinträchtigen und so eine Abwasserreinigung verhindern.

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