Desinfektionsmittel Trinkwasser

Disinfektionsstoffe Trinkwasser

Entkeimung von Trinkwasseranlagen unter besonderer Berücksichtigung des Warmwassersektors.... Besteht ein Grund zur Durchführung einer Desinfektion?

Prophylaktische Desinfektion. Chlorbleichlauge ist eine Substanz, die sowohl zur Desinfektion von Anlagen als auch zur Desinfektion von (Trink-)Wasser eingesetzt werden kann. Die Anforderungen an die Qualität des Trinkwassers sind sehr hoch. In der Desinfektion von Trinkwasser muss sein.

Publikationen

Ergänzende Laboruntersuchungen konzentrierten sich auf die Bestimmung des Temperatureinflusses auf den Verbrauch von Desinfektionsmitteln, die Bildung von Desinfektionsnebenprodukten, die Bestimmung der Konzentration von Desinfektionsmitteln und die Auswirkung der Chemikaliendesinfektion auf das Legionellenpotenzial. Von den Untersuchungsergebnissen wurden die folgenden Schlüsse und Handlungsempfehlungen für den Einsatzbereich der Entkeimung in Trinkwasseranlagen abgeleitet: Ein kontinuierlicher Dosierung von Desinfektionsmitteln kann die Rehabilitierung der Anlage nicht ersetzt werden, wenn in der Anlage eine Legionellenbelastung vorhanden ist.

Der Einsatz von chemischen Desinfektionsmitteln im Heißwasserbereich ist bei zu niedriger Systemtemperatur und kann nicht dauerhaft angehoben werden (z.B. aufgrund mangelnder Leistungsfähigkeit des Trinkwassererhitzers oder mangelnder Isolierung des Rohrsystems). Bei diesen ist durch die Dosiermenge eine Reduzierung der Last zu erwarten, wodurch die erzielbare Wirkung von den Anlagenbedingungen und der Konzentration des Desinfektionsmittels abhängt.

Darüber hinaus kann eine effektive Anlagenreinigung mit anschliessender Systemdesinfektion von Vorteil sein. Zur Erzielung einer ausreichenden Wirksamkeit im Heißwasser ist die Dosis von bis zu 0,5 mg/l Chlordioxid notwendig.

In der Warmwasserrückführung sollte die Konzentration der Desinfektionsnebenprodukte gemessen werden.

In jedem Falle müssen die Massnahmen zum Wasserwechsel an weniger verbrauchten Armaturen auch bei der Inbetriebsetzung des Dosiersystems fortgesetzt werden. In der Kaltwasserbranche wird mit Hilfe von Wasser mit einer Desinfektionsmittelkonzentration von 0,2 bis 0,3 mg/l Wasser oder 0,1 bis 0,2 mg/l Chlordioxid, gemessen an den Armaturen nach der Entleerung bis zu einer konstanten Temperatur, gegen Legionellenbefall eingesetzt.

Je nach Typ und Gehalt der natÃ?rlichen Wasserbestandteile ist fÃ?r die Erreichung dieser Werte eine wesentlich höhere Verdunstung nötig. Auch hier kann eine Freistellung gefordert werden. In der Kaltwasserzone sollte die Kuppelproduktkonzentration an einer Entnahmestelle aus der stagnierenden Probe gemessen werden.

Für die Wirksamkeit des Reinigungsmittels ist die Konzentrierung im Gesamtsystem entscheidend. Es ist zu berücksichtigen, dass das Desinfektionsmittel je nach Temperatureinfluss auch im Trinkwassererhitzer oder in den Heißwasserspeichern verbraucht wird. In heißem Wasser wird das Desinfektionsmittel schneller verbraucht, so dass zur Aufrechterhaltung der geforderten Konzentrationen größere Mengen zugegeben werden müssen als in kaltem Wasser.

Die alleinige Einbringung in das kalte Wasser am Hausanschluß kann zu verhältnismäßig hoher Desinfektionsmittelkonzentration im kalten Wasser aufkommen. Je nachdem, ob eine Kalt- und/oder Warmwasserverschmutzung vorliegt, scheint daher eine ergänzende oder exklusive Einbringung in den Warmwasserstrom und/oder die Kaltwasserzufuhr zum Trinkwassererhitzer vorzuziehen. Fällt die Dosis des Desinfektionsmittels aus oder ist sie gestört, ist mit einem raschen Ansteigen der Legionellenlast zu rechnen.

Daher ist die Kontrolle der Konzentration an Desinfektionsmitteln von ausschlaggebender Wichtigkeit. Beim Messen von Chlordioxid in heißem Wasser muss der Einfluss der Temperatur berücksichtigt werden. Ungeachtet der Temperierung werden in jedem Falle Veränderungen der Konzentration des Desinfektionsmittels nachvollzogen. Zur Dosierung von Desinfektionsmitteln sollten quasi-kontinuierlich betriebene Dosierungspumpen eingesetzt werden, die zur Vermeidung erhöhter Korrosivität durch örtlich auftretende höhere Desinfektionsmittelgehalte stets bei niedrigen Strömungsgeschwindigkeiten in der Anlage eingesetzt werden sollten.

Ungeachtet dessen ist zu berücksichtigen, dass die Anlage möglicherweise Stoffe enthält, die empfindlicher gegenüber desinfizierenden Mitteln sind. Auch bei einer temporären Dosierung von Desinfektionsmittel können daher Schäden nicht ausgeschlossen werden. Anhand der Ergebnisse der vorgenommenen Messungen lässt sich nicht feststellen, ob es möglich ist, eine zuvor kontaminierte Trinkwasserinstallation nach erfolgter Sanierungsmaßnahme bei tieferen Umgebungstemperaturen unter Einhaltung der Dosierung des Desinfektionsmittels zu betreiben.

Unter keinen Umständen darf die Wassertemperatur im Heißwasserbereich mit dem Start der Dosierung des Desinfektionsmittels bei Vorhandensein von Verunreinigungen abgelassen werden.

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