Desinfektionsmittel Viren

Disinfektionsmittel Viren

Die Desinfektionsmittel können Viren und Bakterien enthalten. Die Desinfektion ist ein wesentlicher Bestandteil der antiseptischen Arbeitsweise. Sämtliche Substanzen, die Sauerstoff als Oxidationsmittel freisetzen, sind bakterizid und wirken sowohl gegen umhüllte als auch gegen unumhüllte Viren. Ein solcher Standard zur Prüfung der Wirksamkeit von Desinfektionsmitteln gegen Viren zur Verwendung in Medizinprodukten ist noch nicht verfügbar.

Disinfektionsstoffe: Es fehlt an Praxistests.

Dabei ist die Wirkung von Disinfektionsmitteln ein wesentlicher Faktor der Spitalhygiene. Laut einer kürzlich durchgeführten Untersuchung sind jedoch die bisher vorliegenden Daten über die erforderliche Expositionszeit und Exposition nicht ausreichen. Dazu zählt die Entkeimung von Arbeitsplatten, Böden, Mobiliar oder den Flächen von medizinischen Geräten, denn Erreger können auf Flächen mehrere Wochen lang bestehen und durch den Kontakt mit den Fingern, aber auch durch Staubpartikel weiterverbreiten.

Bislang gab es jedoch viele Unsicherheiten über die Wirkungsweise von Disinfektionsmitteln, vor allem von Viren. Während die Wirkungsweise von Keimfreiheit von Desinfektionsmitteln auf Keime seit Jahren nicht nur in anwendungsferne, sondern auch in praktischen Versuchen getestet wird, mangelt es an solchen realistischen Virustests. Jetzt haben die Wissenschaftler im Namen der Deutsche Gesellschaft zur Bekämpfung der Viruserkrankungen e. V. ein neues Verfahren zur Behandlung von Viruserkrankungen entwickelt.

Die VAH prüft, welche Untersuchungen erforderlich sind, um eine hinreichende virale Wirksamkeit zu erreichen. Die Ergebnisse der Studie: Die bisher vorliegenden Daten über die notwendige Expositionszeit und Konzentrationen von Disinfektionsmitteln zur Virenbekämpfung sind teilweise unzureichend. Die Verdünnung des Produkts mit wässrigem Medium zeigt, wie wirksam die Ausbreitung von zugesetzten Viren bei einer gewissen Dichte und Expositionszeit verringert wird.

Allerdings können diese Erkenntnisse nur begrenzt in die praktische Umsetzung übertragen werden, vor allem weil bei der Applikation auf Oberflächen ein anderes Mischungsverhältnis von Desinfektionsmittel und Viren auftritt. Auf eine Metallplatte (Träger) wird eine Lösung mit einer gewissen Viruszahl aufgebracht, trocknet und anschließend mit dem Desinfektionsmittel befeuchtet. Es wird nach einer gewissen Expositionszeit bestimmt, wie weit die Zahl der infektiösen Viren verringert wurde.

Sie wurden auf ihre Wirkung gegen diverse Keime und Viren, darunter auch Noroviren, geprüft. Fünf Oberflächendesinfektionsmittel, die im Suspendierungstest bestanden, haben sich im Praxistest als unzureichend viruzid..... Ein chlorenthaltendes Desinfektionsmittel, das zur Behandlung von empfindlichen Flächen weit verbreitet ist, entwickelte sich besonders schlecht.

Allerdings haben die Untersuchungen auch gezeigt, dass die Wirksamkeit der Oberflächendesinfektionsmittel durch Erhöhen der Konzentrationen und / oder der Einwirkzeiten erhöht werden kann und dass ein ausreichender Wert erreicht werden kann.

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