Kriepa

Warpa

Firma: VEB Papierfabrik Kriebstein. at the KRIEPA Hygienepapier GmbH". kriepa kitchen rolls from Mäc-Geiz ? View offer here! Es gab neben Kriepa-Windeln nun auch Schwedter-Windeln.

Ich habe diese Zeit gerne genutzt, weil du dich ein wenig anders gefühlt hast als Kriepa.

Stets der eigenen Nasenlänge folgend

Niemand sagte "Warpa". Dies steht auf den Verpackungen, in denen die Leipziger Spezialpapierfabrik Kriebstein ihre Papier-Taschentücher geliefert hat. Doch wer in der DDR um ein Taschentuch bat, konnte nicht von Kriepa sprechen. Aber er sagte: "Hast du ein Geschwindigkeit? "Kriepa ist heute Teil der Wepa Paperfabrik, seit 1994 ist Tempomarke der Konsumgütergruppe Protecter & Glücksspiel - eine Bezeichnung, die wie kaum eine andere für eine ganze Produktkategorie steht und schon frühzeitig auch in der DDR zum Einsatz kam.

Es ist ein Tempowechsel, ob es sich nun um "Danke", "Ja", "Kleenex", "Zewa" oder ein No-Name-Taschentuch mit Werbedruck vom Pharmazeuten handelt. Die Patentanmeldung für die Firma Tempora erfolgte vor 75 Jahren, im gleichen Jahr wurde die erste Anzeigenkampagne für das Zellstofftaschentuch gestartet. Mit der kontinuierlichen, teilweise unkonventionellen Werbung für die finanzstarke Firma Tempomotive ist die Firma auch 75 Jahre nach ihrer Einführung noch die führende Adresse in Sachen Papier-Taschentücher.

Heute liegt der Anteil von Tempomedia bei mehr als 31 Prozentpunkten, alle Eigenmarken zusammen haben einen Anteil von 42 Gesamtmarkt. Die Firma Tempos trat 1929 zum ersten Mal auf den deutschsprachigen Raum ein und war jahrzehntelang das einzigste Taschentuch aus Papier auf dem Weltmarkt. Bereits 1894 hatte die G. Krumer Zellstofffabrik Göppingen ein imperiales Patente (Nummer 81094) für ein mit Glyzerin imprägniertes Papierhandtasche.

Das aus reiner Zellulose hergestellte Papier-Taschentuch Tempodruck, das viel später entstanden ist, wurde jedoch am 28. Jänner 1929 von den Vereinigte Papierwerke Nürnberg beim Reichspatentbüro in Berlin (Nummer V12621) unter dem Namen Tempodruck registriert. Tempos trifft den Nerven der Zeit: Für die Menschen der schnellen 20er Jahre kam ein schnelles Projekt genau zum richtigen Zeitpunkt. Tempos war modern, rasch genutzt, rasch verworfen.

Ein rhetorischer Frage: Müller hat in der Tat keine Sensibilität, es wird erklärt, weil er seine Frau seine schnüffelten, bakterienabtropfenden Taschentücher wäschen läss. In einer Zeit, die lange bekannte Geschwindigkeit hat, das Tuch, das man wegschmeißt und nicht wascht. Zwar wurde Tempos lange Zeit weder produziert noch vertrieben und die Automarke tauchte erst fast zweieinhalb Jahre nach dem Ende des Krieges wieder auf, aber die Werbebotschaft aus der Zeit vor dem Krieg hat immer noch ihre Wirkung.

Der relativ hohe Werbeaufwand hatte sich ausgezahlt, die Bundesbürger denken wieder an das Wegwerftaschentuch. Der Brand wird wiederbelebt, in der Werbekampagne verlagert sich Tempo nun auf den Spaß und reagiert auch auf die Forderung nach Unterhaltung und Ablenkung: "Snuff ist ein schlechter Fluch, also nehmen Sie Tempo-Taschentuch", reimt die Marketingabteilung.

Tempos steht, wie bisher, für die neue Zeit. Heutzutage vertreibt Temps rund 20 Milliarden Handtaschentücher in 56 Lander. Seit Jahrzehnten ist Tempos das einzigste Papier-Taschentuch auf dem in Deutschland. In den 1970er Jahren behielt die Firma die alleinige Kontrolle in Deutschland. Doch dann beschließt der US-amerikanische Hygieneartikelhersteller Kimberly Clark, seine Kleenex-Taschentücher auf dem deutschsprachigen Raum zu testen.

Tempos gilt mit neuen Konzepten gegenüber der Konkurenz aus dem Ausland. Indem man Zellulose aus Altpapier herstellt, werden die Ballaststoffe gekürzt, und ein solches Papier-Taschentuch wäre laut Tempos weniger fest. Das Thema Behaglichkeit gewinnt jedoch immer mehr an Fahrt. Bei " Mikrofaserbrücken " soll die Geschwindigkeit " sicher vor dem Schnupfen " werden; in der jetzigen Werbung für das technologisch weiterentwickelte Papier-Taschentuch zeigen die Klitschko-Brüder, was mit diesem fremden Ausdruck eigentlich zu tun hat.

Es ist die Technologie, die heute das Taktmaß in der Produktentstehung (und auch in der Werbung) bestimmt.

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