Kurzzugbinden

Kurzstreckbinden

Kurzstreckbinden oder Binden mit geringer Elastizität. Kurzstreckbinden bestehen aus unelastischem Textil und haben daher nur eine sehr geringe Dehnfähigkeit. Für eine effektive Behandlung des Lymphödems werden Kompressionsverbände mit Kurzzugverbänden benötigt. Kurzstreckbinden sollten immer gepolstert sein, um Verengungen zu vermeiden. Kurzstreckbinden bestehen aus brauner Baumwolle und sind nur leicht dehnbar.

Kompressionseffekte bei verschiedenen Arten von Verbänden

Langzugverbände (LZB) sind per Definition Verbände mit einer hohen Dehnfähigkeit, die in der Regel über 100% liegen (oder 120% je nach Literaturstelle und Land). Durch die Elastizität entsteht ein konstanter Luftdruck, der im Ruhezustand und unter Last nahezu gleich ist und somit einen geringen Steifigkeitsindex (SSI) aufweist (keine oder geringe Massagewirkung).

Ein solcher Effekt wird besonders für immobile oder weniger mobile Patientinnen und Patienten empfohlen, die ihre Kräftemuskelpumpe nicht bedienen können. Nachts müssen die Gummisysteme entfernt werden, da der im Schlaf auftretende Luftdruck kaum zu dulden ist. Elastiksysteme üben im Ruhezustand durch die Rückhaltekraft des textilen Elastikmaterials einen hohen Ruhedruck aus.

Die auf den Schenkel unter Last ausgeübten Drücke unterscheiden sich kaum vom Restdruck (Low Steifess Index (SSI)). Daher gibt es beim Gehen keinen oder nur einen leichten Massagedruck, so dass Langzugverbände (oder Elastikbänder ) für bewegungsunfähige oder weniger bewegungsfähige Menschen besser geeignet sind.

Verbände werden als weniger dehnbar (oder unelastisch) bezeichnet, wenn ihre Ausdehnbarkeit weniger als 100% beträgt (oder 120% je nach Literaturstelle und Land). Kurze Pull-Systeme bieten einen geringen Restdruck und einen erhöhten Betriebsdruck (erhöhter SSI), was zu einer signifikanten Massagewirkung beim Gehen führt. Diese Massagewirkung aktiviert die Effektivität der Muskulatur, indem sie den Venenfluss von der OberflÃ?che bis in die Tiefen vorantreibt.

Kurztraktionssysteme sind daher bei der Therapie von schwerwiegenden Phasen der CVI, vor allem bei Ulcus cruris venosum und schwerem Ödem, sehr effektiv, da sie den Rückfluss der Vene und die lymphatische Entwässerung deutlich anheben. Diese sind für hinreichend mobile Patientinnen und Patientinnen geeignet und werden besonders bei schwerem Ödem eingesetzt.

Dank des geringen Ruhedruckes können sie in der Regel am Tag und in der Dunkelheit verwendet werden. Allerdings wird in der Fachliteratur bereits in den ersten Studienstunden nach der Anwendung dargestellt, dass solche Verbände zu einer deutlichen Verringerung des Kontaktdrucks führen. Dadurch kommt es rasch zum Rutschen dieser Verbände, so dass sie regelmässig wieder angezogen werden müssen.

Kurzzugverbände drücken die Extremität unzusammenhängend zusammen. Die Muskulatur presst unter Stress gegen die Bandage, die einen hohen Widerstandswert gegen die Volumenvergrößerung hat. Durch diesen Übergang zwischen Nieder- und Hochdruck entsteht beim Gehen eine starke Massagewirkung, die die Aktivität der Muskulaturpumpe stärkt und den Venenrückfluss deutlich erhöht.

In einem Mehrschichtsystem werden mehrere mehr oder weniger flexible und inelastische Verbände aufgesetzt. Auf diese Weise kann ein Komprimierungssystem erzielt werden, das die Vorzüge von Kurz- und Langzugverbänden kombiniert.

Bei Stress wirkt dieses Pflegesystem wie ein Kurzzugverband und sorgt für einen kräftigen Massagedruck. Im Ruhezustand wird ein konstanter Mitteldruck ausgeübt, der in der Dunkelheit tragbar ist, so dass solche Verbände bis zu 7 Tage lang ohne Druckverlust und Rutschen angelegt werden können. In der Vergangenheit bestand ein mehrschichtiger Verband aus 4 Verbänden.

Im Ruhezustand wenden sie eine gleichmäßige Mediumsdruckstufe an, die auch nachts tragbar ist, so dass sie bis zu 7 Tage lang ohne nennenswerten Druckverlust oder Rutschen auskommen.

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