Moderne Waschmittel

Zeitgemäße Reinigungsmittel

Fewa, das auch das weltweit erste vollsynthetische Waschmittel war. Reinigungsmittel sind Mischungen von in Wasser gelösten Stoffen, die zur Reinigung von Textilien verwendet werden. In welchem Maße unterscheiden sich moderne Waschmittel tatsächlich von denen der Vergangenheit? Wäscht man wirklich so viel besser? Die modernen Reinigungsmittel bestehen aus verschiedenen Komponenten.

Jüngste Vergangenheit

Anfang des zwanzigsten Jahrhundert kommen immer mehr Seifen enthaltende, "automatische" Waschmittel in Verbindung mit anderen aktiven Inhaltsstoffen auf den Markt. Bei der Herstellung von Waschmitteln werden diese immer beliebter. Diese beinhalteten neben Schaumseife vor allem Natron (Natriumcarbonat), Wasserglas (Natriumsilikat) und Perborat. Im Jahr 1907 wurde das erste moderne Waschmittel namens Persil von Henkel in Deutschland nachgestellt. Dies erforderte auch eine Änderung der Reinigungsmittelzusammensetzung.

Die Entstehung von Kalk-Seifen, Seifenverbindungen mit Erdalkalimetallen, reduziert die Wascheigenschaft, macht die Waschmaschine steif und verschleißt sie rascher. Auch zu viel kaltes Leitungswasser zerstörte die Heizkörper der Waschmaschine. Sie wurde in den heutigen Reinigungsmitteln weitestgehend durch andere aktive Waschsubstanzen (Tenside) verdrängt, die keine schlecht zu lösenden Kalziumsalze ausbilden und daher auch in schwierigem Gewässer eine sehr gute Wascheffekt haben.

Obwohl die Produktion von oberflächenaktiven Mitteln im Vergleich zu Flüssigseife kostspieliger ist, ist es ebenso leicht, sie in großem Maßstab herzustellen. Neben oberflächenaktiven Substanzen beinhalten moderne Universalwaschmittel heute eine große Anzahl von Hilfs- und Hilfsstoffen, darunter Weichmacher, Bleaching-Mittel, Fermente und Aufheller. Grundsätzlich wird zwischen festen, feinen, gefärbten und speziellen Reinigungsmitteln unterschieden, die - je nach Anwendung - weitere Zusatzstoffe wie Parfümöle, Schaumregler, Einstellmittel und Vergrauungshemmer mitbringen.

Leichte Reinigungsmittel zum Beispiel beinhalten keine Bleaching-Mittel oder optischen Aufheller. Im Gegensatz zu herkömmlichen Reinigungsmitteln sind sie nicht bleichbar. Vor dem Hintergrund der unerfreulichen Nebenwirkungen von hartem Wasser (Ausfällung von Kalziumkarbonat CaCO3, Vernichtung der Brennstäbe in der Waschmaschine) wurden dem Waschpulver in der Vergangenheit Polyphosfate wie das Natriumpentanat riumtriphosphat (Na5P3O10) zugesetzt, was jedoch zu erheblichen Umweltbelastungen geführt hat. Bei der Herstellung von Phosphaten können diese von Mikro-Organismen nicht mehr ausreichend zersetzt werden.

Obwohl Polyprophosphate die Reinigungskraft von Tensiden deutlich unterstützen, förderte ihre düngende Wirkung das Wachsen vieler Wasserpflanzen, vor allem von Alanga. Die Suche nach einem sicheren Ersatz für Pyphosphate führte zur Entdeckung von Zeolithen. Im Gegensatz zu den zweifelhaften Polyphosphaten hindern sie jedoch nicht daran, bereits gelösten Dreck auf der zu trocknen.

Aus diesem Grund werden Pyphosphate in Hochleistungswaschmitteln immer noch, wenn auch in wesentlich geringerem Maße, verwendet. Der Gesetzgeber über die umweltverträgliche Gestaltung von Wasch- und Putzmitteln stellt nicht nur die Voraussetzungen für die Brennbarkeit von Waschwirkstoffen, sondern regelt auch die Höchstgehalte an Phosphaten in Detergenzien und Reini-gungsmitteln. Zusätzlich zum Verzicht auf bestimmte Zutaten sind die Produzenten auch dazu angehalten, die eingesetzten Zutaten zu kennzeichnen oder zu veröffentlichen sowie Informationen über den Wasserhärtenbereich zu geben.

Darüber hinaus bildet das WRMG die Rechtsgrundlage für die Einschränkung oder das Verbot aller im Wasser enthaltenen Stoffe, soweit von ihnen negative Auswirkungen auf die Qualität der Wasserkörper erwartet werden. Durch das neue Detergenziengesetz vom 28. Juni 2007 wurden die bisher in Deutschland gültigen Bestimmungen des Detergenziengesetzes vom 15. Juni 1987 an die Anforderungen der seit dem 28. Juni 2005 direkt anwendbaren Waschmittelverordnung (EG) Nr. 648/2004 angeglichen.

Seit 1976 werden auf der Verpackung folgende Informationen gefordert: Eine Dosisempfehlung für phosphorhaltige Wasch- und Putzmittel, abgestuft nach 4 Wasserhärten bereichen (1 = soft, 2 = mittelschwer, 3 = har, 4 = sehr hart). Die empfohlene Dosierung von Reinigungsmitteln berücksichtigt nicht ausreichend die Quantität und den Grad der Verschmutzung der zu reinigenden Textil.

Das Dosieren bleibt dem Konsumenten vorbehalten, obwohl es aus technischer Sicht möglich wäre, dies in den Reinigungsmaschinen zu tun. In vielen Fällen wird den "Empfehlungen" der Reinigungsmittelhersteller blindlings geglaubt. Danach müssen die Wasch- und Reinigungsmittelhersteller dem Bundesamt für gesundheitliche Folgenabschätzung künftig ein Merkblatt mit Informationen zu allen Inhaltsstoffen zur Hand geben.

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