Octenisept Wirkungsspektrum

Oktoberfest Wirkungsspektrum

Sie hat ein breites Wirkungsspektrum gegen Bakterien und Pilze. Das Plus: breites antiseptisches Wirkungsspektrum. breites antiseptisches Wirkungsspektrum Wässrige Schleimhaut und Wundantiseptikum. Wirkspektrum ("umhüllte" und nicht umhüllte Viren). - Handlungsspektrum (gramnegative, grampositive, gemischte Verunreinigungen):

Octenisept-Linearlösung

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Antidepressiva im Einsatz gegen Keime

Beim Einsatz von Antiseptika ist zu beachten, dass es kein allgemein verwendbares Mittel gibt. Stattdessen ist es notwendig, das passende Mittel in Abhaengigkeit von den Eigenarten des Biotops, dem erforderlichen Wirkungsspektrum, der erreichbaren Expositionszeit, der örtlichen und eventuell auch systemaetlichen Toleranz sowie der galenischen Eigenschaften zu eruieren. Auf jeden Falle ist es die Grundregel der Antiseptika: Nicht das effektivste Desinfektionsmittel ist das am besten passende, sondern das am besten geeigneteste Desinfektionsmittel ist das beste.

Antiseptika haben in den vergangenen Jahren aus mehreren GrÃ?nden eine Wiederbelebung erfahren: Bei einer unerwÃ?nschten mikrobiellen Besiedlung oder EntzÃ?ndung der KörperoberflÃ?che sind die systemischen Antieinfektiva nicht wirkungsvoll. Ziel von Antiseptika ist es, Keime oder Erreger von der Oberfläche des Körpers abzutöten, zu inaktivieren und/oder zu entfernen, um Infektionen oder Kolonisationen zu verhindern oder zu behandeln (1).

Kann von einer systemischen Verbreitung des Erregers ausgegangen werden, müssen parallel dazu systemspezifische Antivirenmittel verwendet werden. Der Aufgabenbereich der Antiseptika ist vielfältig: Prävention der Keimausbreitung in normal keimfreie Körperregionen des Betroffenen; Vorbeugung gegen lokale Besiedlung mit anschließender Ansteckung; Vorbeugung gegen die systemische Verbreitung von lokalen Ansteckungen; Therapie von lokalen Ansteckungen; Heilung von Erregerträgern; Prävention der Übertragung von Keimen auf andere Menschen und in die Umwelt.

Die Antiseptika werden an Hautstellen und Schleimhäuten, am Außenauge, an Verletzungen, verwundeten oder operativ geöffneten Endosomatikbereichen eingesetzt und unmittelbar in der Körperhöhle eingesetzt (1). Ein mikrobiotischer Effekt kann für die therapeutische Anwendung, z.B. bei der Bekämpfung von Hautmykosen, ausreichen. Prinzipiell können Antiseptika nicht nur durch direkte Attacke auf den Erreger ihre Wirksamkeit zeigen, sondern auch die Mikrobenanhaftung verstopfen (2) und Mikroben-Ex-Produkte wie Giftstoffe, gewebezerstörende Enyme und andere pathogene Faktoren, die bei der Infektionspathogenese von Belang sind (3), unterdrücken.

Das Hemmen von Zytoadherenz und Bindung kann den Sicherheitsmechanismus der ansässigen Pflanzenwelt eines Körperbereichs (episomatisches Biotop) stützen und die Entstehung von Dysbiosen mit anschließender Besiedlung und Ansteckung durch flüchtige Krankheitserreger vorbeugen. Virusinfektionen, Antibiotika- und Zytostatika-Therapie, Tumorstrahlung, Traumata einschließlich Verbrennungen oder schlechte Zahnhygiene können die Ursachen für Fettleibigkeit sein. In diesen Stresssituationen scheint auch der unterstützende Gebrauch von Antiseptika vielversprechend.

Aus dieser Sicht scheint es grundsätzlich möglich, die Bakterienüberkeimung von einfachen Erkältungen durch Antiseptika zu unterdrücken. Am Fuße des Virusschadens kann sich mit anschließender Ansteckung der Pharyngitis eine Bakteriendysbiose ausbilden, die sich als Mandelentzündung, Laryngitis, Bronchitis (Entzündung der Tonsillen, des Kehlkopfes und der Bronchien) und im schlimmsten Falle als Lungenentzündung verbreiten und äußern kann.

Mit der dreitägigen Applikation eines antiseptischen Mittels als Rautenpräparat innerhalb von 24 Std. nach Beginn der Beschwerde und unter Ausschluss einer Bakterieninfektion (A-Streptokokken) könnten in einer willkürlichen, plazebokontrollierten, tricentricentric study die Symptome gegenüber dem Plazebo verkürzt, der lokale Befund verbessert und eine Mehrbelastung bei der Zahl der symptomfreien Patientinnen erzielt werden (6). Die Angriffsstelle - Virusinfektion oder Prävention einer Bakteriensuperinfektion - ist offen.

Für die Wahl von Antiseptika und/oder Systemantiinfektiva gelten die folgenden Kriterien: Eine Antiseptik ist immer dann angezeigt, wenn die Mittelflora im Episodenbiotop ohne große Tiefe zur prophylaktischen Anwendung verringert werden soll oder wenn örtliche Infektionskrankheiten zu behandeln sind. Hier sind Antiseptika aufgrund der mikrobioziden Konzentration des Wirkstoffs, die am Wirkungsort schnell erreichbar ist, den Systemantiinfektiva übergeordnet, ohne dass der Wirkstoff den gesamten Organismus "überflutet".

Im Gegensatz zu Systemantiinfektiva und mikrobiologisch aktiven Antidiseptika wie Triclosan ist bei mikrobizid wirkenden Antidiseptika keine klinisch bedeutsame Entwicklung der Resistenz zu beobachten und aufgrund des Wirkmechanismus ist keine solche Entwicklung zu vermuten. Abhängig vom Wirkstoff sind antiseptische Mittel besser zellkompatibel als örtlich eingesetzte Systemantiinfektiva wie Gentamycin und Polymyxin B oder sogenannte lokale Antibiotika wie Nebacetin.

Zellschützende, entzündungshemmende oder regenerationsfördernde Zusatzstoffe zu Antiseptika ermöglichen die simultane Normierung von episomatischen Biotopen. Letztendlich ist der Kostenvorteil im Verhältnis zu Systemantibiotika geringer. Für die prophylaktische Applikation von Antiseptika ist - je nach Erkenntnis - eine Differenzierung in erforderliche, vernünftige und verzichtbare Anwendungsgebiete sinnvoll. Eine Behandlung mit Antiseptika, die aufgrund ihres unmittelbaren Ziels als "lokale Antiinfektiva" definiert werden kann, ist immer dann angezeigt, wenn sich der Krankheitserreger nicht systematisch verbreitet hat.

Die Direktanwendung gewährleistet dann eine erfolgreiche Behandlung von krankhaften Infektionen der Haut, der Schleimhäute, einer Wunde oder von Karosserie. Bislang gibt es einen grundlegenden Phase-1-Test (12, 13) für die Klassifizierung eines Wirkstoffes als antiseptisch als europäische Leitlinie und eine deutschsprachige Leitlinie für die Testung von Hautantiseptika (14) für die Phasen 2/Stufe 2. Die ersten methodischen Untersuchungen für die Mundraum (15 - 17), die weiblichen (18) und die männlichen (19) Genitalien stehen für Stufe 2/Stufe 2 zur Verfügung.

Die Testprinzipien sind bei der Bestimmung der Keimzahl vor und nach der Desinfektion durch Extraktion von Spülmittel oder Abstrichen gleich. Aufgrund der sekundenschnellen, tiefgreifenden Wirksamkeit sind alkoholische Zubereitungen das Mittel der Wahl. Für Sie ist es das beste Mittel. Aufgrund der Gefahr von Reizungen durch ins Augeninnere abfließende Alkoholrückstände sind Jodophore das Mittel der Wahl auf dem Markt (20). Aufgrund mangelnder Hautresorption werden hier vor allem polihexanidhaltige Washlotionen (Beispiele: Sanalind®, Prontosan®) (21) und Oktenidin (Beispiel: Octenisept®) (22) betrachtet.

Es können auch Jodophore und Zubereitungen auf Chlorhexidinbasis (Beispiel: Hibiscrub®) unter Berücksichtigung von Anwendungsbeschränkungen durch mögliche Absorptionen verwendet werden. Actiflavin ist deutlich schwächer, Oktenidin in Verbindung mit Phenoxyethanol im Vergleich zu Chlorhexidin im Vergleich zu Octenisept® (9, 16) deutlich besser. Iodophoren ( "Betaisodona®") sind in ihrer unmittelbaren keimtötenden Wirksamkeit dem Chlornexidin gleichgestellt, in ihrer Remanenz jedoch minderwertig.

Die folgenden Gebrauchsempfehlungen können unter Beachtung der Kompatibilität abgeleitet werden: Für die antiseptische Spülung der Mundhöhle können Octenidin enthaltende Zubereitungen verwendet werden. Oktenidin ist nicht nur bakterizid und pilztötend, sondern auch keimtötend, z.B. gegen das Herpes simplex Virus. Iodophoren werden als bevorzugte Behandlung zur Prophylaxe von Endokarditis unter Beachtung ihrer Anwendungsbeschränkungen vorgeschlagen (24).

Jodophore aus der Harnröhre weisen bei Orificon eine höhere Effektivität und örtliche Toleranz auf als Oktenidin und chlorhexidinhaltige Zubereitungen (8, 19). Jodophore Octenidine übertrifft auch die antiseptische Auswirkung auf die Schamlippen, während auf die Scheide nur die sofortige Auswirkung grösser ist; nach 30 min sind keine Differenzen zu erkennen (18). Jede entzündliche Veränderung der Innengewebsschichten des Augeninneren führt jedoch zu einer einmaligen Überinfektion, da sie die Funktionalität und den Schutz des Augeninneren gefährdet.

Obwohl am Vortag des OP-Tages eine lokale Antibiotika-Verabreichung erfolgt, können Krankheitserreger direkt vor der OP nachweisbar sein. Allerdings ist ihre Häufigkeit signifikant gesunken. Jüngsten Studien zufolge gehören die präoperativen Antiseptika des Auges zur Standard-Prophylaxe von postoperativen Infektionskrankheiten; dies führt zu einer erheblichen Reduzierung der Keimzahl an der Bindehaut mit einer Reduzierung der Vorderkammer-Kontaminationsrate auf 0,18-prozentig ((28).

Aufgrund des schnellen Wirkungseintritts (29) und der Kompatibilität (20) sind Jodophore mit einem PVP-Jodgehalt von 1,25 Prozentpunkten die erste Wahl in der Praxis (Beispiel: 1:8 verwässerte Betaisodona®-Lösung in isoosmolaren Verdünnungen nach DAC). Antiseptika des Nasenatriums und der Hauptnasenhöhle sind bisher kaum wissenschaftlich erforscht, obwohl beide Lebensräume ein wichtiges Reservoir an Krankheitserregern sind.

Die örtliche Verabreichung des antibiotischen Wirkstoffs Mupirocin zählt heute zu den Medikamenten der Extraklasse (Beispiel: Turixin®). Aufgrund der körperlichen Gegebenheiten kann nicht davon ausgegangen werden, dass die Antiseptika der Hauptnasenhöhle durch örtliche Verabreichung mit Watte erreicht werden können. Jodophore sind eine vielversprechende Ausweg. Es ist das erste Desinfektionsmittel mit einem ausgewählten Wirkmechanismus (32).

Aufgrund ihrer schnellen Soforthilfe und der in-vitro nachgewiesenen Hemmung von Entzündungsmediatoren sind Jodophore die bevorzugten Wirksubstanzen für Oberflächenwunden (33). Für Oberflächenverbrennungen können konventionelle Jodophoren ohne Verdünnung verwendet werden, es sei denn, es wurde bereits eine Transplantation durchgeführt, um die Reepithelisation nicht zu behindern. Das derzeit in der Entwicklungsphase befindlichen liposomalen Präparat ist nicht nur in Bezug auf die Toleranz gegenüber Polyhexanid im Explorationstest äquivalent, sondern eher besser.

Die ausgeprägte in vitro-Toxizität einer kombinierten Wirkung von Oktenidin und Phenoxyethanol konterkariert sich durch die klinischen Berichte über die primäre antiseptische Behandlung von Schürfwunden, Bissen und Schnitten, die Verwendung einer 1:1 verwässerten Verdünnungslösung für schwere Verbrennungen und einer 1:5 verwässerten Desinfektionslösung für die abdominelle Bewässerung (34). Chlornexidin ist in vivo tendenziell besser verträglich als Octenisept und kann kurzzeitig bei Oberflächenwunden eingesetzt werden.

Der Wirkstoff in Verbindung mit entsprechenden cytoprotektiven Zusatzstoffen kann die verträgliche Wirkung erhöhen. Ist die für die Entfaltung der Wirkung erforderliche Expositionszeit von mehr als 6 Std. garantiert, steht der Applikation von Taurolidin in toxikologischer Hinsicht nichts im Wege. Die toxischen Auswirkungen der Therapie mit Taurolin 2% sind noch nicht bekannt und nach dem in vitro Befund nicht zu vermuten (31).

Weil es - mindestens in Deutschland (14) - nur für Hautantiseptika ein genormtes Praxistestmodell gibt, ist es notwendig, in Ringvergleichen für mukosale Antiseptika ähnliche Phasen 2/Stufe 2 Testmodelle zu unterziehen. Die Vorbereitung dafür erfolgt durch die Antiseptika-Kommission der DEKH. Wegen der zunehmenden Wichtigkeit von Antiseptika, insbesondere in chirurgischen Fachgebieten und bei Patientinnen und Patienten der erhöhten Infektanfälligkeit, müssen weitere Anwendungsgebiete der Antiseptika in placebokontrollierten klini-schen Untersuchungen auf ihre Wirksamkeit hin untersucht werden.

Fachliteratur: Krämer, A., et al., Grundlegende Kenntnisse der Antiseptika und Indikationen für lokale Gegenmittel. Leitfaden für Antiseptika. Progress Medical 116 (1998) 47 - 55 Krämer, A., Niedner, R., Giftige Bedingungen für Antiseptika. Darin: Krämer, A., Wendt, M., Werner, H.-P. (Hrsg.), Chancen und Ausblicke klinischer Antiseptika. mhp, Wiesbaden 1995, S. 35 - 41 Krämer, A., et al., Ziele und Potentiale der Antiseptika im Intimbereich.

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