Operation bei Gebärmuttersenkung

Chirurgie bei Gebärmuttersenkung

Uterusvorfall: Wann ist eine Operation notwendig? Chirurgische Behandlung von Harninkontinenz und Gebärmuttervorfall. Für schwere Formen ist die Operation die Therapie der Wahl. Louisa Helmich hatte einen Gebärmuttervorfall. Das klassische Verfahren wäre eine Operation zur Entfernung der Gebärmutter.

Gebärmuttervorfall

Rasch aufeinander folgende Schwanger- schaften oder die Geburt eines besonders großen Babys beanspruchen den Stütz- und Halteapparat der Uterus. Doch auch eine generelle Schwäche des Bindegewebes der Frauen kann die Grundursache für das "Durchhängen" der Uterus sein. Zu den typischen Symptomen gehören ein Gefühl von Druck im Bauchraum, Schmerzen im Rücken und oft unkontrolliertes Wasserlassen beim Husteln, Nasenniesen oder körperlicher Anstrengung.

Schon die Symptome allein deuten auf einen möglichen Gebärmuttervorfall hin. Für die nötige Gewissheit sorgt die Gynäkologie. Der Grund dafür ist, dass Ihr Gynäkologe den Gebärmuttervorfall während der frauenärztlichen Untersuchungen miterleben kann. Vor allem bei den Damen, deren Leiden zum ersten Mal nach der Geburt auftraten, ist eine besondere Beckenbodengestaltung oft erfolgreich. Sollte die Turnvorbereitung nicht erfolgreich sein, wird Ihnen Ihr Gynäkologe eine Operation, eine "vaginale Perineoplastik", empfehlen.

Ihr Gynäkologe informiert Sie gern über die unterschiedlichen chirurgischen Möglichkeiten mit individuellen Risiken und Erfolgsraten.

Operationsverfahren für Gebärmuttervorfälle

Das fachübergreifende Mitarbeiterteam der Offensive Beckenboden verfügt über verschiedene chirurgische Techniken zur Senkung von Beschwerden ohne oder mit Begleitinkontinenz der Harnwege sowie bei Teil- oder Totalprolapsen. Gemeinsames Ziel dieser Verfahren ist es, die Stützstrukturen der Genitalien der Frau so weit wie möglich zu erneuern und zu festigen. Für konkrete Anfragen oder Terminvereinbarungen kontaktieren Sie bitte das Büro.

Beckenbodenchirurgie, Sedimentationschirurgie

Die Schwäche des Beckens bewirkt die Absenkung des Beckens und damit die Absenkung von Bauchorganen wie Gebärmutter, Harnblase, Vagina oder Enddarm. Dies kann im Extremfall zu einem Prolaps oder einer Ausbuchtung der Organe führen. Anschließend muss der Hüftgelenkboden gehoben, gestärkt und mit einem operativen Verfahren befestigt werden. Die Beckenböden bestehen aus Gewebe, Bändern und Muskeln.

Es fungiert wie ein Halterungsapparat für die Orgeln im Harn. Dadurch kann der Beckensohlenbereich abgesenkt werden. Schlimmstenfalls können Organen wie Uterus, Harnblase, Enddarm oder Vagina so weit nach vorne rutschen, dass sie die Vagina ausbeulen oder nach außen gehen. Dabei muss der Hüftboden durch eine Operation armiert werden.

Darüber hinaus wird die Uterus bei Bedarf gestrafft und am Bauch angesetzt. Als Hysteropexie wird die Erhöhung und Aufhebung der Gebärmutter während des Uterusvorfalls bezeichnet. In der Regel verbinden sie die Verstärkung des Beckenbodens und die Geweberegeneration mit der Fixierung der Uterus ("Hysteropexie"), des Rektums ("Rektopexie") oder der Vagina ("Colpopexie"). In manchen Fällen wird die Uterus sofort entnommen, anstatt wieder geheilt zu werden, dies wird bei postmenopausalen Patientinnen bevorzug.

Es stehen mehrere chirurgische Eingriffe zur Verfügung, um die Beckenbodenabsenkung zu korrigieren. Welche Methode angewendet wird, richtet sich danach, welche Organe von der Reduktion beeinflusst werden. Die Wahl der vaginalen chirurgischen Methode mit Zugriff über die Vagina ist am weitesten verbreitet. Im Vorfeld des Verfahrens werden diverse Klärungen und Prüfungen durchlaufen. Der chirurgische Eingriff wird in der Normalanästhesie ausgeführt und die notwendigen Präparationen werden wie gewohnt durchlaufen.

Was geschieht mit der Operation? Abhängig vom Ausmaß der Beckenbodenabsenkung und dem Prolaps der Organe werden unterschiedliche Vorgehensweisen eingesetzt oder miteinbezogen. Im Prinzip geht es dabei um Gewebsstraffung, Gewebefestigung und Fixation des erhöhten Unterleibs. Im Laufe der vergangenen Jahre hat sich ein bewährtes Vorgehen durchgesetzt, bei dem ein Plastiknetz zur Versteifung des Hüftbodens eingesetzt wird.

Diese wird über die Vagina zum Beckensumpf geleitet. Durch kleine Einschnitte in der Bauchwand wird das Netzwerk nach oben gezogen, bis der Hüftgelenkboden wieder anhebt. Dabei werden das Netzwerk und ggf. die Uterus an bestehenden Banden oder Beinen im Unterleib befestigt. Der Eingriff erstreckt sich über 1 bis 2 Std. Der Erfolg der Operation beträgt etwa 90%.

Aber wie bei allen Eingriffen können in Ausnahmefällen Entzündungen, Nervenschäden, Nachblutungen auftauchen. Starker körperlicher Aktivität und das Anheben schwerer Lasten sollte für einige Zeit nach der Operation vermieden werden. Bei Bedarf können Hockerweichmacher (Zäpfchen) eingesetzt werden. Im Anschluss an die Operation sollte das oft schon vor der Operation begonnene zielgerichtete Beckenboden-Training wieder geübt werden.

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