Pessar bei Gebärmuttersenkung

Das Pessar bei Gebärmuttervorfall

Als Alternative zur Operation bietet sich das Pessar an. Das Pessar dient als Stütze für die gesenkten Organe, solange es in der Scheide liegt. Ärzte sprechen von einem Gebärmuttervorfall (Descensus uteri). Die Verwendung von Würfel-Pessaren kann eine Operation zur Senkung der Scheide oder Gebärmutter verhindern. Der Pessar wird in die Scheide eingeführt und unterstützt die Gebärmutter leicht.

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Status: 17.03. 2015 12:45 | Archive - Lesezeit: ca. 4 Min. Bildvergrößerung In vielen FÃ?llen kann das Beckenbodentraining GebÃ?rmuttervorfÃ?lle verhindern. Die Beckenböden bestehen aus drei aufeinander gelegten Muskel- und Bindegewebeschichten, die sich wie eine Haengematte zwischen den Beckenskeletten erstrecken und Organe wie Gebärmutter, Harnblase und Verdauung in ihrer Lage halten.

Sollte der Unterleib nicht mehr in der Lage sein, die korrespondierenden Organe richtig zu greifen, kommt es zu verschiedenen Nachteilen. Wird der Uterus nicht mehr richtig festgehalten und sinkt, nennt man das einen Gebärmuttervorfall. Zeichen einer solchen Reduktion können neben der Blasenschwäche auch unangenehme Zugerscheinungen, Druckgefühl und Fremdkörper im Unterleib und Schmerz beim Geschlechtsverkehr sein.

In den meisten Fällen ist jedoch nicht nur die Uterus, sondern auch andere Beckensysteme wie Blase und Rektum befallen. Schlimmstenfalls kommt es zu einem Vorfall - einem Austritt von Organen aus dem Organismus. Bildvergrößerung Der Unterleibsboden ("Beckenboden", rot) ist ein muskulöser Plexus, der wie eine Acht um die Vagina und den Anus liegt.

In vielen FÃ?llen kann das Beckenboden-Training einen GebÃ?rmuttervorfall beugen. Nach dem Absenken der Uterus kann diese durch Beckenboden-Training nicht mehr umkehren. Nichtsdestotrotz kann ein verstärkter Beckenbodenmuskel die Uterus daran hindern, ihre Lage weiter zu verändern. Weil bedauerlicherweise nur die Muskelmasse, nicht aber das Beckenbodenbindegewebe trainiert werden kann, müssen bei zunehmenden Erkrankungen auch andere Verfahren berücksichtigt werden.

Ein chirurgischer Eingriff sollte nur in Erwägung gezogen werden, wenn die konservativen Verfahren erschöpft sind oder wenn die fortschreitende Absenkung der Organe diesen Vorgang begründet. Dabei gibt es mehrere chirurgische Verfahren: So kann beispielsweise die Uterus in ihre Ausgangsposition zurückgebracht werden, indem das autologe Gewebe gestrafft oder ein synthetisches Netz verwendet wird.

Das Risiko einer OP sind Organverletzungen, Gewebeentzündungen und hartnäckige Nachbehandlungen. Bildvergrößerung Pessaren werden in der Regel aus Plastik oder Silizium hergestellt. Alternativ zur OP gibt es das Pessar. Die Pessaren sind schalen-, ring- oder würfelartig und werden in der Regel aus Plastik oder Silizium hergestellt. Diese werden in die Vagina eingesetzt und haben die Funktion, das Vaginalgewölbe zu verspann. Dadurch wird die Uterus unterstützt.

Die Einführung des Pessars kann durch einen Gynäkologen erfolgen und muss nach sechs bis acht Schwangerschaftswochen erfolgen. Die festen Pessaren haben den nachteiligen Effekt, dass sie ein permanenter Fremdstoff in der Vagina sind.

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