Rki Clostridien

Clostridien Rki

Angaben zum Verlauf der Infektion, zu Symptomen, Therapie und Prävention von Infektionen mit Clostridium difficile. * Clostridium difficile Infektion (CDI). Die Altersverteilung der an das RKI übermittelten Fälle. Wie sieht CDAD (Clostridium difficile associated diarrhea) aus? Die Clostridien bilden jedoch Giftstoffe = Gifte und setzen sie im Darm frei.

Vorwort

Letztes Update der Sektionen "Rechtsgrundlage" und "Beratung und Spezialdiagnostik" vom Januar 2018. Erstmals veröffentlicht im Herbst 2009 im Zeitschrift für Epidemiologie Clostridium difficile ist ein obligatorisch anterobisch züchtendes, grampositives Stabschrecken. Letzteres gibt C. eine schwierige Verträglichkeit gegenüber Hitze und Dehydrierung sowie gegenüber einer Vielzahl von verschiedenen chemischen Stoffen, darunter viele desinfizierende Mittel.

C. difficile wurde in den späten 1970er Jahren als Verursacher von Durchfall im Rahmen der antibiotischen Behandlung identifiziert[1]. In einigen Virusstämmen wird ein weiteres Binärtoxin (CDT) ebenfalls Expressionen erfahren, dessen Bedeutung für die Krankheitspathogenese jedoch noch nicht erforscht ist. Die Siedlung steigt nach der Einweisung in ein Spital verhältnismäßig rasch auf ca. 20-40%, obwohl die Mehrheit der Patientinnen und Patientinnen unsymptomatisch bleibt[5].

Bei Clostridium difficile treten etwa 15-20% antibiotikabedingte Durchfälle und mehr als 95% pseudomembranöse Kolitis auf[6]. Es wird erwartet, dass jeder zweite mit Antibiotika behandelte Patient eine C. diffile Infektion (CDI)* hat. Eine Auswertung der Entlassungsdiagnostik in den Jahren 2000-2004 zeigte in Deutschland einen signifikanten Zuwachs der C. diffizilen Infektionen von 7 auf 39 Fällen pro hunderttausend stationärem Patient und verdoppelte sich zwischen 2004 und 2006 erneut[8, 9].

Es zeigt eine gesteigerte Freisetzung der Giftstoffe durch eine Leserahmenverschiebung und eine 18 bp-Deletion innerhalb eines Negativregulators (TcdC). Die Übertragung des Erregers erfolgt durch mündliche Übernahme der Keime (Sporen) über den Berührung. Bei symptomatischen Patientinnen und Probanden werden mit dem Flüssighocker große Summen an Bakterien/Sporen ausgeschieden. So können die Spornelemente unmittelbar oder mittelbar auf andere Menschen übertragbar sein, z.B. bei Berührung mit dem betroffenen Pflegebedürftigen, den verunreinigten HÃ?nden des Pflegebedarfs oder Ã?ber verunreinigte OberflÃ?chen der Umgebungen des Kleinkunden.

Besonders stark ist die Streuung von umweltbeständigen Erregerformen während der Akutsituation. Das Umfeld der symptomatischen Patientinnen und Patienten ist immer öfter und stärker verunreinigt als das der asymptomatischen Trägerelemente, aber die Bedeutung der asymptomatischen Trägerelemente für die Ausbreitung der Ansteckung ist noch nicht hinreichend erforscht[ 11]. Auch nach einer adäquaten Behandlung und Aussetzung der Symptome bleiben bis zu 30% der Patientinnen und Patientinnen mit dem Gift zufrieden[12].

Nur in sehr schwerwiegenden Ausnahmefällen wird in der Regel vermehrt menschliches Gewebe im Darm entdeckt. Bei leichten Gradienten können systembedingte Merkmale ausbleiben, sind aber bei starken Gradienten nahezu immer präsent. Selten kann bei Patientinnen und Patienten mit schwerem Verlauf aufgrund von paralytischem Ileus ein Diarrhöe ausbleiben. In den meisten FÃ?llen sind dies nach der Operation operierte Patientinnen und Patientinnen, die zur Schmerztherapie eine AnästhesieprÃ?

Es wird berichtet, dass die Sterblichkeit 1-2% beträgt, aber bei alten Menschen mit Begleiterkrankungen und vor allem im Zusammenhang mit der erhöhten Inzidenz von Hypervirenstämmen signifikant erhöht sein kann[13]. Der CDI-Fall (Alter > 2 Jahre) muss eines oder mehrere der nachfolgenden Merkmale erfüllen[14]: Diarrhöe oder giftiges Megacolon und Detektion von C. difficile Toxin A und/oder B oder kulturelle Detektion von C. comp. im Hocker, endoskopisch detektierte Pseudomembrankolik, histopathologische Detektion von C. comp. inf. (mit oder ohne Diarrhöe) in einer Umkopie, Colectomy oder autopsi.

die Patientin in eine ärztliche Anstalt zur Therapie einer ambulanten akquirierten Clostridium difficile-Infektion eingeliefert wird, die Patientin auf eine intensivmedizinische Station zur Therapie der Clostridium difficile-Infektion oder ihrer Folgekomplikationen überführt wird, die Patientin innerhalb von 30 Tagen nach dem Erkennen der Clostridium difficile-Infektion stirbt und die als eine unmittelbare Ursache des Todes oder einer tödlichen Krankheit bewertet wird.

Ambulante Clostridium difficile-Krankheit ist als das Vorhandensein der beiden nachfolgenden Merkmale definiert: Symptomausbruch vor oder am Tag des Krankenhausaufenthaltes oder am nächsten Tag, kein Klinikaufenthalt innerhalb von 12 Schwangerschaftswochen. Bei zwei CDI-Folgen desselben Kranken gelten zwei unterschiedliche Fälle als unterschiedliche Vorkommnisse, wenn mehr als 2 Monaten seit dem Ende der Beschwerden vergangen sind.

Ein Vorfall, der innerhalb von 2 Monate nach einer vorangegangenen Folge eintritt ( "Rückkehr der Beschwerden weniger als 2 Monate nach der medizinischen Besserung"), gilt als Rezidiv der Ausgangserkrankung. Ältere Untersuchungen haben gezeigt, dass CDI besonders häufig bei Patientinnen und Patienten auftrat, die mit Clindamycin, Ampicillin oder Cephalosporin therapiert wurden, und neuere Untersuchungen deuten darauf hin, dass CDI einer Behandlung mit nahezu jedem beliebigen antibiotischen Mittel vorangegangen sein könnte.

Bei Patientinnen und Patienten, die nicht-steroidale entzündungshemmende Medikamente eingenommen haben, wurde ein Anstieg der Inzidenz von CDI um 30% gemeldet. Vor kurzem wurde gemeldet, dass ambulante erworbene CDI bei jüngeren gesunder Menschen ohne erkennbare Risiken auftreten[16]. Nur bei Patientinnen und Patientinnen mit klinischer Symptomatik von CDI sollte eine Mikrobiologie durchgeführt werden, da der Erregernachweis bzw. Enterotoxinnachweis bei unsymptomatischen Patientinnen und Patientinnen ohne Relevanz ist.

Die folgenden Merkmale sollten zu einer molekularbiologischen Diagnose führen: - Patientinnen und Patienten, die in den vergangenen 60 Tagen antibiotisch behandelt wurden, - Patientinnen und Patientinnen, die zu den Gefährdungsgruppen zählen (z.B. über 65 Jahre, immungeschwächt, schwerwiegende Grunderkrankungen, grundlegende Magen-Darm-Erkrankungen), egal ob sie sich innerhalb oder außerhalb des Spitals aufhalten. Im Bereich der routinemäßigen Diagnose haben sich handelsübliche Enzym-Immunoassays (EIAs) etabliert, die innerhalb weniger Wochen ein Resultat zeitigen.

Deshalb sollten bei einem negativen Befund und anhaltendem klinischem Misstrauen weitere Stuhlproben mitgeschickt werden. Enzymimmuntests zum Nachweisen des Enzyms Glutamatdehydrogenase sind zwar rasch und hochsensibel, aber nicht sehr speziell, da auch nicht toxinproduzierende Sorten und andere Clostridiumarten nachgewiesen werden. Der Kulturanbau auf selektiven Agarmedien (anaerob, z.B. Cycloserin-Cefoxitin-Fructose-Agar, Inkubationszeit 24-48 h) ist nach wie vor die sensibelste Nachweismethode für den C. difficile-Nachweis.

Damit ist die Zellkultur unerlässlich für die Erforschung von Patientinnen und Patientinnen mit schweren/komplexen Erkrankungen, bei Verdachtsfällen mit einem negativen Gifttest, in der Epidemiologie und zur Aufklärung von Übertragungen und Epidemien. Die Toxine zersetzen sich bei Zimmertemperatur und sind möglicherweise nicht innerhalb von 2 Std. nach der Stuhlprobe nachzuweisen. Neben eppidemiologischen Arbeiten wird die Routineempfindlichkeitsprüfung von C. difficile nur in seltenen Ausnahmefällen vorgenommen, da die meisten CDIs auf eine Metronidazol- oder Vancomycintherapie anspricht.

Allerdings zeigte die jüngste Isolation von Metronidazol- und Vancomycin-resistenten Stämmen in Spanien und einem gegen Metronidazol resistenten 027-Isolat bei einem Tourist aus dem Vereinigten Königreich in Österreich, dass die Beobachtung der Antibiotika-Suszeptibilität von C. difficile (zumindest auf nationaler Ebene) von Nutzen sein kann. Bei schwerkranken Patientinnen und Patientinnen mit undeutlicher Diagnosestellung und negativer C. difficile-spezifischer Laborbefund oder in klinischer Situation, die eine Schnelldiagnostik erfordert und die Laborbefunde nicht zeitnah zur Verfügung stehen oder in untypischen Kursen mit Ileus, ist die Entzündungsendoskopie der rascheste Weg zur Diagnostik einer pseudomembranösen Koliken.

Das kann für den Betroffenen eine lebensrettende Wirkung haben. In 15-23% der Fälle mit symptomatischem CDI kann selbst ein Abbruch der Antibiotika-Therapie (wenn klinisch akzeptabel) dazu führen, dass Durchfallerkrankungen innerhalb von 2-3 Tagen gestoppt werden. Die Einnahme von Antibiotika bei CDI sollte bei folgenden Erkrankungen erfolgen: schwere oder anhaltende Symptome, Fälle, in denen die derzeitige Therapie mit Antibiotika fortgeführt werden muss.

Die Wirkstoffe der ersten Wahl sind Metronidazol (4 x 250 mg/l3 oder 500 mg/l/l. v.) oder Vincycin ( 4 x 125 mg/l). Die Verwendung von Metronidazol wird bei Patientinnen und Patientinnen mit einem leichten Krankheitsverlauf vorgezogen, da es in dieser Konstellation eine vergleichsweise gute Wirkung mit dem Wirkstoff Vancomycin nachweisen kann.

Das orale Vancomycin (4 x 125-4 x 500 mg) sollte vor allem dann eingenommen werden, wenn die Patienten: einen schwerwiegenden, lebensbedrohenden Verlauf der Erkrankung haben, unter 10 Jahre sind. Für Patientinnen und Patientinnen mit schwerwiegenden klinischen Symptomen (PMC, giftiges Megakolon) wird eine Kombinationstherapie mit Vancomycin (oral oder über enteraler Sonden) und Metronidazol (i. v.) empfohlen[22].

Wiederholungen sind keine Seltenheit (ca. 10-20%), insbesondere bei alten Menschen, bei Menschen mit anhaltender Antibiotikatherapie, bei schwerwiegenden Magen-Darm-Erkrankungen und schwerwiegenden Untererkrankungen. Allerdings können Betroffene auch mehrere Rückfälle erlitten haben. Bei Perforation des Darms und schwerem refraktärem Verlauf, der mit einem toxischen Megacolon oder Ileus einhergehen kann, ist ein operativer Eingriff (Colectomy) erforderlich.

Jedes Gesundheitszentrum sollte ein Überwachungssystem für die Häufigkeit und den Verlauf des CDI einrichten. Einzelunterkunft in einem Raum mit eigenem Nassraum, da bei C. difficile Durchfall pflanzliche Keime und Spornen des Krankheitserregers ausgeschieden und die Umwelt kontaminiert werden. Für Patientinnen und Patientinnen mit dem gleichen Krankheitserregertyp kann eine Kohortenisolation vorgenommen werden (einschließlich zugewiesenem Personal).

Die für die Betreuung dieser Patientinnen und Patientinnen eingesetzten Mitarbeiter sollten in Bezug auf den Übertragungsweg "Kontakt" (Handkontakt zu Ausscheidungen oder verunreinigter oder verunreinigter Hautstelle und Oberfläche) und die zu beobachtenden Schutzmassnahmen unterwiesen werden. Ziehen Sie Schutzkleider und Einmalhandschuhe gegen engen Körperkontakt und möglichen Umgang mit pathogenen Stoffen an und ziehen Sie diese aus, bevor Sie den Raum aufgeben. Schonende Handhygiene nach unmittelbarem Körperkontakt, Umgang mit pathogenen Stoffen oder verunreinigten Oberflächen und nach dem Ausziehen der Schutzhandschuhe vor dem Ausziehen.

Für die Betreuung von Patientinnen und Patienten mit CDI wird prinzipiell das Anziehen von Schutzhandschuhen mit CDI empfehlen. Das Regelwerk der Handdesinfektion vor der Umsetzung von Massnahmen an (anderen) Pflegebedürftigen bleibt davon unbeeinflusst. Patiententransport innerhalb des Krankenhauses: Ist ein Patiententransport im Spital vorgesehen, sollte der Zielort vorher benachrichtigt werden.

Kontakte zu anderen Patientinnen und Patientinnen und Besuchern sollten vermieden werden. Patiententransport außerhalb des Krankenhauses: Vor Transportbeginn wird die Gastinstitution über die Aufnahme eines Symptompatienten und über die Krankheit des Betroffenen aufklärt. Sofort nach dem Transportieren eines Symptompatienten muss eine Tuchdesinfektion aller Handauflageflächen und gebrauchten Objekte durchgeführt werden (siehe oben).

Die Pflegekräfte sollten ausschliesslich den von dem Krankheitsausbruch betroffene Personen zugewiesen werden (isoliert/kohärent). Die Meldepflichtverordnung zur Änderung der Meldungspflicht nach dem Infektionsschutzgesetz an die Seuchenlage (IfSG Meldepflicht-Anpassungsverordnung) erweitert die Meldungspflicht nach § 6 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 IfSG auf die Krankheit und den Erkrankungs- und Todesfall an einer Clostridium difficile Infektion mit einem krankheitsbedingten schweren Krankheitsverlauf.

In § 1 Abs. 2 Wenn die Infektion mit Clostridium difficile schwerwiegend ist, sind die Voraussetzungen dafür in 1 Abs. 2 festgelegt (IfSG-Meldepflicht-Anpassungsverordnung) (https://www.gesetze-im-internet.de/ifsgmeldanpv/BJNR051500016.html). Smallkauf N, et al: Bestätigte Fälle und Berichte über Cluster schwerer Infektionen aufgrund von Clostridium difficilem PCR-Ribotyp 027 in Deutschland.

Auch interessant

Mehr zum Thema