Wasser Desinfizieren

Desinfektion von Wasser

So werden z.B. Operationssäle ebenfalls mit UV desinfiziert. Mikropur Forte von Katadyn desinfiziert klares Wasser schnell und sicher und hält es bis zu sechs Monate lang steril. Das Desinfizieren von Wasser mit UV-Licht ist ein physikalischer Prozess.

Das mikrobiell verunreinigte Wasser wird in PET-Flaschen abgefüllt. Soll dieses Wasser desinfiziert werden, d.h. alle "Keime" abgetötet werden, ist es in der Regel notwendig, auf chlorhaltige Präparate zurückzugreifen.

Sonnenreinigung mit Wasser | Technology Reviews

Jedes Jahr kommen nahezu zwei Mio. Menschen durch verunreinigtes Wasser um. In vielen asiatischen Staaten ist es Aufgabe der Frauen, Wasser zu hol. Jedes Jahr kommen 1,8 Mio. Menschen an den Folgen von verunreinigtem Wasser und mangelnder Sauberkeit ums Leben. Mittlerweile stehen aber zunehmend Selbsthilfe-Konzepte und die Förderung kostengünstiger Verfahren der Wasserbehandlung im Vordergrund. Eines davon hat in den vergangenen zwei Dekaden einen langen Weg zurückgelegt: die Solarwasserdesinfektion, kurz Sodis.

Der Weltgesundheitsverband befürwortet Sodis als eine effektive Möglichkeit der Wasseraufbereitung im Haushalt, und die UNO lobt es als die einfache und preiswerteste Lösung. Die Idee: Drei Viertel der leeren PET-Flaschen werden mit Schmutzwasser befüllt, gut durchgeschüttelt, so dass sich die Flüssigkeiten mit Frischluft vermischen, und für einen Zeitraum von sechs Std. in die glühende Sonneneinstrahlung gestellt.

Die ultravioletten Strahlen dringen in das Wasser ein und bilden aus dem Luftsauerstoff reaktive Reste. Das Verfahren ist für mehrere Billionen Menschen geeignet, die in sonnigen Regionen aufwachsen. Aber nur etwas mehr als fünf Mio. Menschen in 25 Nationen in Afrika, Asien und Lateinamerika reinigt heute ihr Wasser mit der Sonneneinstrahlung, so die EAWAG.

Doch eine der umfangreichsten Feldversuche kommt zu einem anderen Schluss: 2009 führten die Forschenden unter der Federführung des Schweizerischen Tropeninstitutes eine ein-jährige Aktion in acht Gemeinschaften durch. Diese haben eine nichtstaatliche Organisation beauftragt, die Methodik in elf ländliche Gemeinschaften einzuführen.

Daniel Mäusezahl vom tropischen Institut vermuten, dass die Wasserbehandlung nicht oder nicht richtig durchgeführt wurde. Doch andere Ursachen behindern die Methodenausbreitung: "Eine Änderung des Verhaltens erfordert einen längeren Atemzug. Manch eine Familie hat keine Lust dazu und argumentiert, dass ihre Grosseltern das Rohwasser bereits ausgetrunken haben", sagt Meierhofer.

Problematisch ist auch schlammiges, trübes Wasser, in dem die Ultraviolettstrahlung nicht ausreichend durchdringen kann. Der Wassergeschmack ist leicht gesalzen, aber nicht stärker als bei isotonischen Getränken.

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