Wunde Spülen mit Octenisept

Wundspülung mit Octenisept

Unter gründlichen, sanften und hygienischen Bedingungen wie Octenidin (Octenisept) oder Polyhexanid (Lavasept) oder prinzipiell akute Wunden, insbesondere wenn es sich um kleinere Verletzungen handelt, sollten die Wunden anders behandelt werden. Kann man Wunden mit Trinkwasser reinigen? Zur Wundspülung dürfen nur sterile Lösungen verwendet werden.

Nicht jede Wunde wird durch die Zeit geheilt: Wundversorgung ernst genommen

Nicht jede Wunde wird durch die Zeit geheilt: Mit der Zeit werden alle Verletzungen geheilt. Das, was seit Jahrhunderten für Hämostase und Protektion genutzt wird, hat durch die kürzlich entdeckten biologischen und pathologischen Beziehungen eine neue Bedeutung erlangt. Grundsätzlich werden akut auftretende Verletzungen anders behandelt als chronisch auftretende Verletzungen, insbesondere wenn es sich um kleinere Verletzungen handeln soll.

Die frischen Läsionen werden gesäubert, ggf. entkeimt und je nach Verletzungsgröße mit einem Gips, einer geeigneten Wandverkleidung und einem Verbandszeug versehen. Bei schlecht heilenden Verletzungen ist die Situation anders. Per Definition ist jede Wunde, die innerhalb von acht Schwangerschaftswochen keine Heilungstendenz aufweist, eine Chronifizierung. Bei chronischen Verletzungen hat die heutige Wundbehandlung die konventionelle Behandlung durch die Therapieansätze enzymatische Reinigung, Austrocknung, antiseptische/antibakterielle Behandlung und trockener oder fettiger Wundverband mit den drei Prinzipien der medikamentenfreien Behandlung, feuchtes und warmes Wundumfeld und seltener Verbandswechsel ersetzt.

Im Grunde genommen hat die akut auftretende Wunde eine gute Ausheilung. Die Lage bei schweren Verletzungen ist schwierig. Die Gewebezerstörung bei schweren Verletzungen hat enorm zugenommen. Alles, was die eigenen Abwehr- und Säuberungsmechanismen des Körpers nicht verkraften können (fettige Überzüge, starke Keimbesiedlung, penetrierte Fremdkörper), muss aus der Wunde herausgelöst werden. Das Wechseln von Verbänden sollte nur in seltenen Fällen erfolgen, da das Entfernen einer vollständig gesaugten Bandage einen Ausfall von Komponenten des Wundsekretes, d.h. immunkompetenter Wundzellen impliziert.

Eine gute Durchblutung der Wunde ist Voraussetzung dafür, dass die für die Verteidigung und Säuberung zuständigen Wundzellen in den Wundbereich vordringen können. Durch den Verschluss verheilen diese Stellen rascher. Der Ausschluss von Luftsauerstoff zwingt die Wunde, über die Blutbahn in den betroffenen Bereich des Körpers ebenfalls Luftsauerstoff einzubringen. Die Behandlung von Schäden erfolgt immer nach einem festgelegten Zeitplan: Säuberung, Entkeimung primärer kleinerer Schäden, Wundauflage und ggf. heilende Stützmaßnahmen.

Für die Reinigung akuter und chronischer Verletzungen wird reines, kaltem Leitungswasser aufbereitet. Immer besser und fachkundiger ist die psychologische Salzlösung oder Ringerlösung (Kalzium, Kalium, Natriumchlorid in Wasser). Hinsichtlich der Kompatibilität der beiden Spülflüssigkeiten, die auch beim Wechseln von Nassverbänden eingesetzt werden, gibt es verschiedene Auffassungen. Einige verbreiten die Ringerlösung im Dauereinsatz, da 0,9 Prozent Salzlösung ein zell-toxisches Potenzial haben.

Es wurde kein Beweis für eine Zellbeschädigung während der Säuberung und des Spülvorgangs vorgelegt. Ganz im Gegenteil: 0,9% Salzlösung ist das optimale Spülmittel; sie ist auch günstiger als die Ringerlösung und in fast jeder Gebindegröße verfügbar. Ringerlaktatlösung ist leicht basisch und kann in der Wunde verbrennen. Regelmäßige vorbeugende Wunddesinfektion von chronischen Verletzungen aus Angst vor einer Infektion sollte der Fall sein.

Es ist unbestritten, dass eine neu erkrankte Wunde (Achtung: nicht keimbesiedelt!) unverzüglich vor Ort zu behandel. Zu diesem Zweck ist es besser, Antiseptika (Beispiele: PVP-Jod, Oktenidin, Hydrogenperoxid 3%) als lokale Antibiotika einzusetzen (Beispiele: Tyrothricin, Neomycin, Gentamicin, Chlortetracyclin). Nur in wenigen Ausnahmefällen werden heute trockene Verletzungen behandelt: zur primären Wundheilung zur Absorption blutender Sickerwässer, als Sekundärinfektionsschutz oder als polsternder Reizschutz und als Teil der ersten Nothilfe.

Schnelle Wundauflagen unterstützen kleinere Schäden; der Wundverband ist in der Regel keimtötend getränkt oder vereinzelt mit Alu gedämpft. Spritzputze haben den nachteiligen Effekt, dass sie beim Aufsprühen auf die Wunde anbrennen. Sie sind nicht für verschmutzte, blutende oder verbrannte Stellen bestimmt. Bei allen Sekundärheilungswunden, insbesondere bei chronischen Hautdefekten, sollte die Feuchtwundbehandlung heute Standard sein.

Da moderne Stoffe keine Garnsubstanz aufweisen, kann das Fasernetz nicht in den Wundverband hineinwachsen. Die kolloidale Komponente des Verbandes (Beispiele: Askina Biolage, Varihesiv, Algoplaque, Hydrocoll) verbindet sich allmählich mit dem Ausscheidungsprodukt und wandelt sich zu einem freien Gleitgel, das die Depressionen der Wunde auskleiden.

Ungeachtet sorgfältiger Spülungen mit Kochsalzlösung oder Ringerlösung können sich in der Wunde Gelfelder verkapseln (mögliche Fremdkörperreaktion). Ein weiterer Entwicklungsschritt sind Hydropole (Beispiele: Comfeel plus, Tender Wet), die ein Gleitgel produzieren, es aber in einer festen Matrize innerhalb des Verbandes halten. Polyurethanschaumstoffe: Eine besondere Form von Polymeren sind Polyurethanschaumstoffe (Beispiele: Schaumstoff der Marke Allevyn, Cutinova ), die aufgrund ihrer hohen Grenzflächenspannung das Sekrete durch kapillare Wirkung auffangen.

In die Wunde schwillt der Schaumstoff an, so dass beim Verbandswechsel ein positiver Eindruck des Wandreliefs zu erkennen ist. Hydrogele: Im Unterschied zu Wasserkolloiden gibt es Hydrogele (Beispiele): Intrasite Gel, Varihesive Hydrogel, Nobagel, Hydrauliksorb, Askina Transorbent) aus hochmolekularen, überwiegend organisch gebundenen Makromodulen, die eine zusammenhängende Grundmasse aus kleineren Molekülen und wässrigen Flüssigkeiten ausbilden.

Vor allem bei trocknen Verletzungen haben sie eine anschwellende Wirkung und lockern Ablagerungen und Ablagerungen. Hier wird das Gelee ebenfalls mit Kochsalzlösung oder Ringerlösung ausgelassen. Grundlegende Vorteile von Alginaten (Beispiele: Kohleverbände: Die Kohleverdichtung (Beispiele: Askina Carbosorb, Carbonet, Aktisorb 3, CarboFlex) ist aufgrund ihrer großen Porosität sehr saugfähig für Keime und diverse Abbauprodukte, aber nicht für die Aufnahme von Eiweiß und Sterilgifte geeignet.

Gerade bei kleinen Verletzungen ist ein Ansatz jedoch lohnenswert. Dies betrifft z. B. elektrolytische Lösungen (Beispiele: Ringerlösung, Spüllösung Fresenius), Desxpanthenol, Kalzium, Zinn und Heparin. Zu diesem Zweck muss vor Ort Zinkblech aufgebracht werden (Beispiele: Zinksalbe, Zinkpaste). Frische Verletzungen können jedoch aufgrund ihrer fettinolytischen Eigenschaften bluten. Für offene Verletzungen gilt: Halten Sie Ihre Finger von Pflanzenprodukten fern.

Spiritus in homeopathischen Verdünnungen irritiert die Wunde und verbrennt zudem, wirkt aber desinfizierend.

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